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Zweistelliges  Wachstum.

Die 1945 von Wilhelm und Marie Harting als Wilhelm Harting Mechanische Werkstätten gegründete HARTING Technologiegruppe, Espelkamp, erwirtschaftete zuletzt Umsätze von 313 Mio. Euro, ein Plus von 17,2 %. Das europäische Ausland war mit 38 % (119 Mio. Euro) größter Absatzmarkt, gefolgt von Deutschland mit 37,2 % (117 Mio. Euro) und Asien mit 14,2 % (44 Mio. Euro). Maßgeblich für den starken internationalen Ausbau der Aktivitäten war das exzellente Geschäft mit Steckverbindern, Systemkomponenten und Lösungen wie Verkabelungs- und Leiterplattensystemen.

Das vom persönlich haftenden Gesellschafter Dietmar Harting gemeinsam mit Ehefrau Margit als generalbevollmächtigter Gesellschafterin in zweiter Generation geführte Familienunternehmen ist auf das Marktsegment »Connectivity & Networks« mit den Schwerpunkten Industrie, Telekom und Medizintechnik konzentriert.

In der industriellen Kommunikation und in der Energievernetzung wird ein komplettes Infrastrukturprogramm für »Industrial Ethernet« angeboten. 2005 führte ein Einbruch des Geschäfts mit Tabakwaren-Verkaufssystemen zu Umsatzrückgängen, die jedoch durch eine Neuausrichtung mehr als kompensiert wurden. Indessen bleibt der Geschäftsbereich »Transportation« einer der Hauptmärkte. Im Mai 2006 erhielt HARTING als weltweit erstes Unternehmen das Qualitätszertifikat IRIS (»International Railway Industry Standard«), eine neue Norm für internationale Qualitätsstandards der Bahnindustrie.

Zudem hat die Firmengruppe ihre interne Vertriebsstruktur mit der Offensive »One Face to the Customer« optimiert. Die Umstellung verfolgt eine Vermarktung aller Produkte »aus einer Hand« und erreicht damit eine bessere Steuerung der Kundenkontakte. Darüber hinaus vollzieht HARTING den Wandel zum Systemlieferanten.

In Anbetracht von zehn Produktionsstätten in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Rumänien, in den USA und in China wurden Arbeitsplätze im In- und Ausland geschaffen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit um 14,4 % auf 2.434. Mit der Schaffung von 64 Arbeitsplätzen in Espelkamp und Minden unterstrich HARTING seine Verantwortung als bedeutender regionaler Arbeitgeber.

Der Ausbau der ausländischen Märkte bleibt ein strategisches Ziel. 2006 nahm die neue Tochtergesellschaft in Indien ihre Tätigkeit auf. 2007 wird im asiatischen Zhuhai ein weiteres Werk in Betrieb genommen. HARTING investiert seit der Gründung der ersten europäischen Tochter in Frankreich im Jahr 1979 in die Internationalisierung und verfügt heute über Niederlassungen in 25 Ländern. Die Aufwendungen für Maßnahmen zur Zukunftssicherung (Investitionen sowie F&E) wurden um 20,5 % erhöht.

Philip F. W. Harting trat 2005 in dritter Generation als »Managing Director Asia« in das Familienunternehmen ein. Maresa W. M. Harting übernahm die Vorstandsfunktion Finanzen, Controlling und Steuern.

www.harting.de

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unternehmermagazin 3/2007   

  

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Harting


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Dietmar und Margit Harting

     

 Maresa W. M. Harting 

  

 Philip F. W. Harting 

     

»Power«-Steckverbinder DIN41612 A

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Zweistelliges  Wachstum.

Die aus den 1945 von Wilhelm und Marie Harting gegründeten Mechanischen Werkstätten hervorgegangene Harting Technologiegruppe, Espelkamp, hat zum 30.09.2008 ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. Das von Dietmar Harting als persönlich haftendem Gesellschafter und von seiner Frau Margrit als Generalbevollmächtigter Gesellschafterin geleitete Familienunternehmen hat seine Umsätze um 11,7 % von 345 Mio. auf 385 Mio. Euro gesteigert, wobei Währungsschwankungen ein noch besseres Ergebnis verhinderten. Unter Zugrundelegung konstanter Wechselkurse legten die Umsätze sogar um knapp 14 % zu.
Weltweit vertriebene Lösungen versorgen Anlagen und Maschinen in allen industriellen Anwendungen mit Daten, Signalen und Energie. Hauptkundenbranchen sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Automatisierungstechnik, die Energieerzeugung und die Energiedistribution, die industrielle Elektronik und die Telekommunikation. Im wichtigsten Umsatzsegment »Connectivity & Networks« konzentriert sich Harting auf die drei Bereiche »Installation Technology« (Entwicklung von Steckverbindern und Verkabelungslösungen), Han®-Steckverbinder sowie »Device Connectivity« (Geräteanschluss-Technologien).
Der kräftige Umsatzzuwachs verdankt sich sämtlichen Weltregionen mit Ausnahme der USA und Brasiliens, wo mit rund 29 Mio. Euro aufgrund schwacher Marktvorgaben lediglich die Vorjahreszahlen bestätigt wurden. In Europa bedeuteten 293 Mio. Euro 13,1 % mehr als im Vorjahr, wovon 147 Mio. Euro auf den deutschen Markt und 148 Mio. Euro auf das Ausland entfielen. In Asien wurde mit 60 Mio. Euro ein Plus von 17,7 % erzielt. In Anbetracht der steigenden Nachfrage in Fernost erfolgte bereits im Oktober 2007 die Inbetriebnahme einer eigenen Fertigung in Zhuhai (China). Hinzu kommen weitere Vertriebsbüros in China, Vietnam, Korea, Australien und Indien. International werden zehn Produktionsstätten unterhalten, wobei auch in das Europageschäft investiert wird. In diesem Sinne ist im Schweizer Biel eine maßgebliche Erweiterung der Entwicklungs- und Produktionskapazitäten geplant.
Das Unternehmen beschäftigte zuletzt 3.211 Mitarbeiter, davon 1.725 in Deutschland, eine Vergrößerung der Belegschaft um 12,3 %. Weltweit wurden insgesamt 353 Arbeitsplätze neu geschaffen, vor allem in den Werken in China und in Rumänien, allerdings auch 154 am Stammsitz Espelkamp und am Standort Minden. Gegenwärtig lernen 68 Auszubildende und Studierende in elf Berufsbildern im neuen firmeneigenen Ausbildungszentrum, das im Juni 2008 offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde.
Das Familienunternehmen, das über 789 Patente und Gebrauchsmuster sowie über 234 Marken verfügt, will auch künftig unabhängig bleiben. Die Weichen hierfür wurden unlängst mit dem Eintritt der dritten Generation in die Geschäftsleitung gestellt: Sohn Philip F. W. Harting verantwortet seit dem Frühjahr 2008 als Vorstand das Geschäftsfeld »Connectivity & Networks«. Tochter Maresa W. M. Harting zeichnet bereits seit dem Frühjahr 2007 als Vorstand für Finanzen, Controlling und Steuern für die finanztechnischen Bereiche verantwortlich.
Im laufenden Geschäftsjahr will Harting seine führende Marktposition ausbauen und Mehrumsätze durch Innovationen bei Netzwerkkomponenten, Steckverbindern und in der MID-Technologie erreichen.

www.harting.de

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unternehmermagazin 10/2008   

  

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Harting


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Dietmar Harting, Maresa W. M. Harting, Margrit Harting, Philip F. W. Harting (v.l.)

     

 

Firmenzentrale in Espelkamp 

  

Gehäusefertigung

     

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Siebzigster Geburtstag

Dietmar Harting, seit 1973 Geschäftsführender Gesellschafter der HARTING Elektronik GmbH und seit 1996 Persönlich haftender Gesellschafter der HARTING KGaA, Espelkamp, eine der bedeutendsten Unternehmerpersönlichkeiten in Ostwestfalen-Lippe, beging Mitte September seinen 70. Geburtstag und empfing aus den Händen der nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerin Christa Thoben das Bundesverdienstkreuz erster Klasse. Die Auszeichnung würdigte den herausragenden Beitrag zur Entwicklung der Region sowie der gesamtdeutschen Wirtschaft durch nationalen und internationalen Einsatz für die Normung. Das 1945 von den Eltern Wilhelm und Marie Harting in Minden gegründete Familienunternehmen, das der Jubilar seit 1987 mit seiner Frau Margrit führt, wandelte sich in seiner Ägide dank großer Weitsicht und Nachhaltigkeit (»Ein Unternehmer muss immer rastlos sein«) zu einem global agierenden High-Tech-Mittelständler der elektrischen, elektronischen und optischen Verbindungs-, Übertragungs- und Netzwerktechnik.
Der Branchenführer beschäftigt in 28 Landesgesellschaften und Vertretungen, in den Produktionswerken Espelkamp (5), in Großbritannien, Rumänien, in der Schweiz, in den USA, in China sowie in der Mindener Vertriebszentrale rund 3.000 Mitarbeiter, von denen rund die Hälfte am Stammsitz für den größten Arbeitgeber am Ort tätig ist. Jenseits des Unternehmens haben vielfältige Engagements sozialer, medizinischer und kultureller Ausrichtung Tradition, ebenso im Sport, hier prominent als Sponsor des VfL Osnabrück und des Handball-Bundesligisten GWD Minden, sowie in der technikorientierten Ausbildung und Förderung junger Menschen.
Im Krisengeschäftsjahr 2008/2009 (30.09.) erzielte die Technologiegruppe Umsätze von 325 Mio. Euro (Vorjahr 385 Mio. Euro), ein in Anbetracht der negativen Branchenprognose respektables Ergebnis, das sich trotz der Einbrüche im Maschinenbau, in der Automation und im Bereich »Industrial Devices« bei stetigem Wachstum in Fernost der breiten Kundenbasis in allen Industriebereichen, aber auch der guten Auftragslage in den Segmenten Erneuerbare Energien und Bahn-Infrastruktur verdankt. Das Asiengeschäft wuchs mit 64 Mio. Euro gegen den weltweiten Trend um über 3 %. Vor diesem Hintergrund nahm die Zahl der Auszubildenden auch 2009 weiter zu.
Als Dietmar Harting seine berufliche Laufbahn 1967 nach dem Studium der Elektrotechnik und der Wirtschaftswissenschaften in München, Hannover und Köln im eigenen Unternehmen begann, erwirtschafteten rund 1.000 Mitarbeiter mit Lampen, Kochplatten, Bügeleisen und Musikboxen 29 Mio. DM. Als das Sortiment später um einen neuartigen, robusten, leicht zu bedienenden Han®-Steckverbinder entscheidend erweitert wurde, legte dessen Siegeszug den Grundstein für die dynamische Entwicklung, die sich in 789 Patenten zeigt. Mit Dietmar Harting verbindet sich die konsequente, äußerst erfolgreiche Internationalisierung und die ständige innovative Erweiterung des Produktportfolios, beides gemäß der Mitte der 90er Jahre entworfenen Vision, ein Weltunternehmen zu werden und doch zugleich ein unabhängiges Familienunternehmen zu bleiben.
HARTING bietet maßgeschneiderte Produkte zur Übertragung und Vernetzung von Energie und Daten, speziell im Maschinenbau, in der Bahntechnik, für Windenergieanlagen, in der Fabrikautomation und für die Telekommunikation, zudem elektromagnetische Systeme für die Automobilindustrie, Lösungen für die Gehäusetechnologie und Shop-Systeme. Aus der Steckverbinder-Idee wurden Industrie-Lösungen im Ethernet-Bereich, Systeme zur flexiblen Energieanbindung und elektrooptische Steckverbinder für höchste Datenübertragungsraten. 2006 wurde für die Entwicklung des UHF RFID-Transponders der renommierte Internationale Technologiepreis der Hannover Messe, der Hermes Award, zuerkannt. 2009 erfolgte für eine weitere Innovation die abermalige Nominierung.
Der Macher und Manager, der eigentlich Archäologe werden wollte, war stets in Organisationen und Verbänden aktiv, auch in diversen Spitzenämtern. So führte Harting von 1998 bis 2004 als erster mittelständischer Präsident den Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI), dessen Ehrenpräsident er nun ist. Als Vorsitzender der »Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik« (DKE) im Deutschen Institut für Normung (DIN) sowie im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) setzt sich Harting als Ehrenmitglied für die Normung ein, von Ende 2003 bis Ende 2009 als Vorstand des DIN. 2007 folgte die Präsidentschaft des Europäischen Komitees für elektrotechnische Normung (CENELEC). Vom selben seltenen Know-how profitiert die EXPRESS Gruppe (»Expert Panel for the Review of European Standardisation«) der EU-Kommission.
Als einer der ältesten Aussteller der Hannover Messe ist Harting, seit 1999 Mitglied im Präsidium des BDI, stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat der Deutschen Messe AG, Hannover, wobei er hier den Bau- und Investitionsausschuss leitet. 2008 wurden diese langjährigen Verdienste mit der Goldenen Messe-Ehrenmedaille gewürdigt. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff vergab bereits 2004 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Landes. Für berufliche Entlastung sorgen inzwischen Sohn Philip und Tochter Maresa, die beide als dritte Generation ins Unternehmen eingetreten sind.
 

www.harting.de

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unternehmermagazin 9-10/2009  

  

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Harting


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Philip F. W. Harting, Dietmar Harting, Margrit Harting,  Dr. Michael Pütz (v.l.)

     

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65jähriges Bestehen

Die 1945 als »Wilhelm Harting Mechanische Werkstätten« gegründete HARTING Technologiegruppe, Espelkamp, blickte 2010 auf 65 erfolgreiche Geschäftsjahre zurück. Die Tochtergesellschaft in Ös­te­r­reich beging als neunte von insgesamt 32 Auslandsniederlassungen ihr 25-jähriges Jubiläum. Dietmar Harting, geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens, wurde im November 2010 von der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der Leibniz Universität in Hannover für seine herausragenden Verdienste um die nationale und die internationale Normung, sein unternehmerisches Wirken sowie vielfältiges Engagement in Staat und Gesellschaft mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. HARTING hat im letzten Geschäftsjahr weltweit Umsätze von insgesamt 413 Mio. Euro erwirtschaftet und lag damit 27 % über dem krisengeprägten Vorjahr. Gegenüber dem Rekordjahr 2008 betrugen die Zuwächse sogar mehr als 7 %, wobei alle Absatzregionen deutlich zugelegt haben. Maßgeblich waren die positiven Entwicklungen in den Bereichen Maschinenbau und Automation sowie Transport und Energie.
In Deutschland wurden 146 Mio. Euro erlöst, knapp 24 % mehr als im Vorjahr. Im übrigen Europa waren es 140 Mio. Euro, gut 20 % mehr als 2009. Die größten Umsatzsteigerungen gab es in Asien, wo HARTING die Vergleichzahlen aus dem Vorjahr mit 89 Mio. Euro um 39 % übertraf. Sehr erfreulich verlief auch die Entwicklung im amerikanischen Markt, in dem 37 Mio. Euro für ein Plus von nahezu 49 % sorgten.
Im Rückblick ist eine vielseitige Firmengeschichte zu erkennen, die nach dem zweiten Weltkrieg mit der Produktion von Spar­lampen, Kochplatten, elektrischen Feueranzündern, Zweiplatten-Elektrokochern und Bügeleisen begann. 1950 bezieht der Familienbetrieb mit bereits 180 Beschäftigten frühere Munitionslagerhallen und errichtet auf 50.000 qm in Etap­pen ein modernes Werk. 1954 baut Wilhelm Harting in Auftrag eine Musikbox und stellt daraufhin Plattenspieler und Phonokoffer her. Außerdem überrascht er den Markt mit einem Zwölf-Platten-Wechsler. 1957 gründet Wilhelm Harting mit dem Inhaber des namhaften amerikanischen Unternehmens Picker die Röntgenfabrik »Picker & Harting GmbH«. Das Programm umfasst die bewährten Picker-Röntgen-Apparate, Untersuchungsgeräte sowie elektromedizinische Diathermiegeräte von HARTING.
Von historischer Bedeutung für das Familienunternehmen ist die Entstehung eines Produktionszweigs, den die Fachwelt als »Elektromechanische und elektromagnetische Bauelemente« bezeichnet. Der »Han®« (HARTING Norm) Steckverbinder wurde ebenfalls 1957 als Warenzeichen eingetragen und ist heute internationaler Standard. 1959 produziert HARTING als erstes euro­päisches Unternehmen elektrische Zigarettenautomaten. Anfang der 60er Jahre entwickelt sich das breite, damals noch kaum ausgeschöpfte Gebiet der elektromagnetischen Geräte (Hub-, Dreh- und Steuer-Magnete). Als Wilhelm Harting 1962 stirbt, zählt man am Stammsitz über 700 Beschäftigte. Fünf Jahre nach der Übernahme der Firmenleitung durch Marie Harting tritt 1967 ihr Sohn Dietmar und zwei Jahre später sein Bruder Jürgen in den Betrieb ein. Dietmar Harting übernimmt den kaufmännischen Bereich, sein Bruder leitet bis zu seinem frühen Tode 1973 im Alter von nur 32 Jahren den technischen Bereich.
Mitte der 70er Jahre wird die Produktion von Musikautomaten eingestellt, um sich ganz auf Zigarettenautomaten für den Innenbereich und Steckverbinder zu konzentrieren. 1979 wird die erste europä­ische Tochtergesellschaft in Frankreich ins Leben gerufen. Weitere Meilensteine sind das Jahr 1983, als die Flachkabelsteckverbinder-Produktion im Schweizer Uhrenzentrum Biel aufgebaut wird, und das Jahr 1986, in dem HARTING den ersten elektrischen Außenautomaten, »Semtron«, produziert.
Das neue Jahrtausend steht im Zeichen der Konfiguration als Technologiegruppe. Seit 2001 werden in der neuen Struktur mit sieben »Global Business Units« und Gesellschaften in 32 Ländern weltweit Lösungen entwickelt. Ebenfalls 2001 wird das vom Schweizer Star-Architekten Mario Botta entworfene Gebäude der deutschen Vertriebsgesellschaft in Minden bezogen. Anfang 2002 ist das modernste Automatenwerk Europas in Espelkamp-Isenstedt fertig.
2005 tritt mit Philip F. W. Harting als »Managing Director Asia Pacific« die dritte Generation in die Geschäftsleitung ein. 2007 wird seine Schwester, Maresa W. M. Harting-Hertz, als Vorstand Finanzen, Controlling und Steuern berufen. 2008 wechselt Philip F. W. Harting als Vorstand »Connectivity and Networks« zur HARTING KGaA.
Tradition versteht das Familienunternehmen als Bekenntnis zu Werten und zum Standort. Auch wenn die Gruppe mit über 3.300 Mitarbeitern konsequent auf Internationalisierung setzt, wird nachhaltig in und um Espelkamp investiert. Dies zeigt die jüngst erfolgte Einweihung eines Werks in Rahden, des siebten Werks in der Region.
Der größte Geschäftsbereich, »Connectivity & Networks«, gliedert sich in drei Segmente. Die »Installation Technology« entwickelt und vertreibt mit der Marke »Han®« Steckverbinder und Installationskonzepte für die industrielle Infrastruktur. Die »Device Connectivity« bietet innovative »har«- Steckverbinder zum Anschluss und internen Aufbau von industriellen Geräten. Die »Automation IT« ist mit dem »Ha-VIS«-Programm für Netzwerk- und RFID Komponenten zum Aufbau intelligenter Infrastruktur-Lösungen. Anwender sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Automatisierungstechnik, die Verkehrstechnik, die Energieerzeugung und -verteilung, die industrielle Elektronik, die Geräteanschlusstechnik, die Telekommunikation, die Medizintechnik sowie die Rundfunk-, Bühnen- und Veranstaltungstechnik.
2010 hat HARTING auf den wichtigsten Messen neue Produkte und Lösungen vorgestellt. Als Innovationstreiber werden auch 2011 erhebliche Mittel für Forschung und Entwicklung eingesetzt. Geplant sind Aufwendungen von über 70 Mio. Euro.
 

www.harting.de

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unternehmermagazin 1-2/2011  

  

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Harting


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Philip Harting, Maresa Harting-Hertz, Dietmar und Margrit Harting (v.l.)

 

E-Mobility - Stecker für RWE-Ladesäule

 

Fertigung schwerer Steckverbinder

 

Fertigung HA Electronics2

 

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1999 mit Rekordergebnis

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Die Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KgaA, Frankfurt, hat auf allen drei Kerngeschäftsfeldern - „Financial Consulting“, „Asset Management“ und „Corporate Finance“ ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr erlebt. Das für Kunden betreute Wertpapiervolumen stieg um 25 % von 9,5 Mrd. auf knapp 13 Mrd. €. Das Beratungsvolumen wuchs um 34 %. Die Quote der Vermögensverwaltungsmandate erhöhte sich auf über 20 %. Das Vermittlungsergebnis im Nicht-Wertpapierbereich legte um 25 % zu.

Das Fondsgeschäft wuchs durch neue Spezialfonds und kräftige Aufstockungen bestehender Sondervermögen um 51 % auf 8,2 Mrd. €. Insgesamt wurden 108 Sondervermögen verwaltet. Die Zahl betreuter Spezialfonds erhöhte sich von 41 auf 50. Einen Schwerpunkt in die­sem Geschäftssegment bilden 25 „Private Label Fonds“, für die unabhängige Vermögensverwalter als Berater fungieren. Zudem verwaltet die Bank sieben hauseigene Fonds. Das Geschäft der Luxemburger Tochtergesellschaft Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A. verlief mit elf hauseigenen Fonds und 15 „Private Label Fonds“ ebenfalls sehr positiv.

Im Bereich „Corporate Finance“ waren Hauck & Aufhäuser überwiegend in der Emissionsberatung sowie in der Beteiligungsvermittlung tätig. 1999 wurden sowohl die Beratung und Strukturierung vorbörslicher Finanzierungen als auch die Mitwirkung in Emissionskonsortien verstärkt. Sechs Neuemissionen wurden begleitet. Der weitere Ausbau dieses Bereiches wird mit Nachdruck betrieben.

Dass vor allem professionelle Beratung sowie qualifizierte Dienstleistung und nicht die Bereitstellung von Krediten bzw. Darlehen im Vordergrund stehen, zeigt sich im Verhältnis von Provisions- und Zinsüberschuss, das bei nahezu 3:1 liegt. Mit 47,0 Mio. € stieg der Provisionsüberschuss um 28,5 %. Trotz Zurückhaltung im Kreditgeschäft nahmen die Ausleihungen an Kunden von 370 Mio. auf 447 Mio. € zu. Die Nettoposition „Risikovorsorge“ lag mit 5,0 Mio. € leicht unter Vorjahr. Dem Fond für allgemeine Bankrisiken wurden erstmals 1,5 Mio. € zugeführt.

Das haftende Eigenkapital wurde auf Beschluss der Hauptversammlung Mitte Mai durch Rücklagenzuführung um 5 Mio. auf 80 Mio. € erhöht. Die Dividende verbesserte sich von 20 auf 28 % (4,4 Mio. €, Vorjahr: 3,1 Mio. €). Die Eigenkapitalrendite vor Steuern liegt - bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital von 49 Mio. € - mit 45 % (Vorjahr: 30 %) deutlich über dem Bankendurchschnitt. Mitarbeiterproduktivität und Bruttoertrag je Mitarbeiter lagen trotz der stichtagsbezogen nochmals um 6 % auf 345 (exkl. Tochtergesellschaften) gestiegenen Beschäftigtenzahl um fast 25 % über dem Vorjahreswert. Im Zuge der starken Geschäftsausweitung nahm auch der Verwaltungsaufwand zu: Die Personalkosten stiegen - unter anderem durch Gewinnbeteiligungen - von 25,9 Mio. auf 29,0 Mio. €. Der Sachaufwand wuchs von 11,7 Mio. auf 14,1 Mio. €.

Dank der günstigen Geschäftsentwicklung stieg das Betriebsergebnis um knapp 67 % auf 18,6 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern legte um 87,3 % auf 21,9 Mio. €  zu. Der Jahresüberschuss erhöhte sich - inklusive Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken - um 97 % auf 10,9 Mio. €. Auch die Tochtergesellschaften erzielten wieder sehr gute Ergebnisse. Da deren Erträge jedoch mehr als bisher zur inneren Stärkung in den Gesellschaften verblieben, spiegelt sich das tatsächlich deutlich bessere Ergebnis in dem ausgewiesenen Betrag von 2,6 Mio. € (Vor­jahr: 3,5 Mio. €) nicht wider.

Die positive Geschäftsentwicklung hielt auch im ersten Quartal 2000 an. Die Bank erzielte das bislang beste Vierteljahresergebnis ihrer Geschichte: Der Zinsüberschuss lag 24,9 % über der Vorjahresquote, die Provisionsüberschüsse steigerten sich um 77,5 %. Das betreute Wertpapiervolumen einschließlich der Luxemburger Tochtergesellschaften belief sich auf über 15 Mrd. €. Im Bereich „Corporate Finance“ wurden doppelt so viele Mandate wie im Vorjahreszeitraum wahrgenommen.

Hauck & Aufhäuser zählt zu den wenigen unabhängigen Privatbanken in Deutschland und blickt auf über 200 Jahre Tradition zurück. Die Bank mit Standorten in Frankfurt und München konzentriert sich auf vermögende Privatanleger, Unternehmer und institutionelle Anleger. 1998 hatten sich die Bankhäuser Georg Hauck & Sohn in Frankfurt sowie H. Aufhäuser in München zu Hauck & Aufhäuser Privatbankiers zusammengeschlossen. Tochtergesellschaften gibt es in Luxemburg und in der Schweiz. Persönlich haftende Gesellschafter sind Prof. Dr. Jörg-E. Cramer, Peter Gatti, Dr. Alfred Junker und Helmut Schreyer.

www.hauck-aufhaeuser.de

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unternehmermagazin 6/2000

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Hauck & Aufhäuser


  Prof. Dr. Jörg-E. Cramer

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Gute Eigenkapitalrendite 

  

Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Frankfurt, bezeichnet das Ergebnis im Geschäftsjahr 2002 angesichts des schwierigen Marktumfeldes noch als zufriedenstellend. Professor Dr. Jörg-E. Cramer, persönlich haftender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsleitung, begründete das positive Gesamturteil mit der Stimmigkeit des Geschäftsmodells »Privatbankiers«.  

Die Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern - bezogen auf das von 67,3 Mio. auf 73,3 Mio. Euro erhöhte durchschnittlich ausgewiesene Eigenkapital - blieb 2002 mit 10,9 % zweistellig. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge verringerte sich auf 16,7 Mio. Euro (Vorjahr 25,3 Mio. Euro). Der Bilanzgewinn verminderte sich von 11,8 Mio. auf 8,2 Mio. Euro. Im Zuge der Börsenflaute und der Verlagerung vom Aktien- zum ertragsschwächeren Rentengeschäft sank der Provisionsüberschuss um rund 18 % auf 38,7 Mio. Euro und blieb damit hinter den Ergebnissen früherer Jahre zurück. Die restriktive Risikopolitik, das niedrige Zinsniveau sowie die Verringerung der Zinsmarge bewirkten, dass auch der Zinsüberschuss mit 27,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lag. 

Der Verwaltungsaufwand unterschritt das Vorjahresniveau mit nun 51,7 Mio. Euro deutlich. Hier wirkte sich der niedrigere Personalaufwand aus, der sich trotz des um 5 % gewachsenen Personalbestands auf 31 Mio. Euro ermäßigte, wofür vor allem der Rückgang der erfolgsabhängigen variablen Vergütungen ursächlich war. Die Sachkosten und Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen um knapp 2 % auf 20,7 Mio. Euro. 

Die Bank hat wie stets alle Möglichkeiten genutzt, Vorsorge im Hinblick auf etwaige Risiken zu treffen. Indessen übertraf der Saldo für Wertberichtigungen und Abschreibungen die Vorjahresbeträge deutlich. Durch die schon Anfang 2002 geplante Halbierung der Beteiligung an der Deutsche Börse AG sowie durch Abschluss der Verkaufsverhandlungen zur Konzernbeteiligungsgesellschaft TMW wurde ein wesentlicher Teil der Risikovorsorge ausgeglichen. 

Im Zuge des schärferen Wettbewerbs haben Hauck & Aufhäuser ihre strategische Ausrichtung neu justiert und ihre Aufbauorganisation darauf abgestimmt. Die im laufenden Jahr erzielten Akquisitionserfolge bestätigen das Geschäftsmodell. So wurden nicht nur zahlreiche neue Privat- und Unternehmerkunden hinzu gewonnen. Auch im Segment »Corporate Finance« wurden vor allem mit »Mergers & Acquisitions« bemerkenswerte Erfolge erzielt. Der neu strukturierte Bereich Institutionelle Kunden startete ebenfalls vielversprechend.

Die Beratungskapazitäten wurden nochmals erhöht, so dass die Zahl der Beschäftigten von 380 auf 399 stieg. Im Konzern waren zuletzt 510 Menschen tätig (Vorjahr: 476). Die Perspektiven für 2003 werden eher verhalten eingeschätzt, wobei eine allmähliche Geschäftsbelebung mit erneut zufriedenstellendem Ergebnis erwartet wird. 

Hauck & Aufhäuser zählen mit 70 % privaten und 30 % institutionellen Anteilseignern zu den wenigen unabhängigen Privatbanken in Deutschland und blicken auf eine über 200 Jahre währende Tradition zurück. Die Bank mit Standorten in Frankfurt am Main und München konzentriert sich auf vermögende Privatanleger, mittelständische Unternehmer und institutionelle Kunden. Tochtergesellschaften gibt es in Luxemburg und in der Schweiz. 

www.hauck-aufhaeuser.de

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unternehmermagazin 5/2003

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Hauck & Aufhäuser


Hauck & Aufhäuser - Stammsitz Frankfurt/Main

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Rechtsformwechsel

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Die 1982 gegründete HelfRecht Unternehmerische Planungsmethoden GmbH, Bad Alexandersbad, wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2001 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Unverändertes Geschäftsfeld sind Planungs- und Managementsysteme für die mittelständische Unternehmensführung. Manfred Helfrecht wird bis zu 15 % der Anteile als vinkulierte Namensaktien vergeben, in erster Linie an Kunden und Mitarbeiter. Ziel dieser Maßnahme ist, weiteres Wachstum berechenbar zu finanzieren. Für die nächsten Jahre sind Umsatzsteigerungen von 5 bis 6 % geplant. Die positive Erwartung wird mit den Bedürfnissen des Marktes begründet. Nach eigener Aussage zeigten alle Analysen und auch die Kundenwünsche enormen Bedarf und große Marktchancen für das Leistungsangebot. Für den Aufsichtsrat wurden drei ausgewiesene mittelständische Unternehmer gewonnen: als Vorsitzender Siegfried Stocker (Vorsitzender der Geschäftsleitung, Ludwig Stocker Hofpfisterei GmbH, München), dazu Dr. Georg Greiß (Geschäfsführender Gesellschafter, Zerzog GmbH & Co KG, Ottobrunn) sowie Peter R. W. Martin (Geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter, Semikron international Dr. Fritz Martin GmbH & Co KG, Nürnberg).

www.helfrecht.de

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unternehmermagazin 1-2/2001

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HelfRecht


  Manfred Helfrecht

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Strategischer Kauf

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Der Licht- und Elektronikspezialist Hella KGaA Hueck & Co., Lippstadt, will seine Beteiligung an der Docter Optics GmbH in Neustadt/Thüringen durch Übernahme der Geschäftsanteile der Rodenstock Technologie Holding aufstocken, um Mehrheitseigner zu werden, wobei die Kartellbehörde noch zustimmen muss. Docter Optics stellt Projektionslinsen aus optischem Glas für Kraftfahrzeugscheinwerfer her und bleibt selbständig am Markt. Die weitere Entwicklung orientiert sich an den neuen LED-Beleuchtungstechnologien für Kfz. Zudem soll die Sparte »Non-Automotive« ausgebaut werden. Das Produktportfolio des Entwicklungslieferanten umfasst optische Komponenten und Systeme für Sicherheitstechnik, Biometrie, Medizin- und Analysentechnik, für die regenerative Energieerzeugung sowie für die Bildverarbeitung. 2010 wurden mit rund 400 Mitarbeitern 50 Mio. Euro erzielt.
Hella ist ein global tätiges, unabhängiges Familienunternehmen mit 23.000 Beschäftigten an 70 Standorten in über 30 Ländern, das Komponenten und Systeme der Lichttechnik und Elektronik für die Automobilindustrie entwickelt und fertigt sowie eine der weltweit größten Handelsorganisationen für Kfz-Teile, Zubehör, Diagnose und Serviceleistungen unterhält. Als Innovationstreiber mit 3.500 Mitarbeitern in der Forschung zählt Hella mit zuletzt 3,6 Mrd. Euro Umsatz zu den Top 50 der weltweiten Automobilzulieferer und zu den 100 größten deutschen Industrieunternehmen.

www.hella.de

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unternehmermagazin 9/2010

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Hella Hueck


 

Frontend-Fertigung

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Mitarbeiter aufgestockt

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Die Henkelhausen GmbH & Co. KG, Krefeld, hat im Zuge der Neustrukturierung des Vertriebs- und Servicenetzes ihres Vertragspartners Deutz AG über 30 hochspezialisierte Betriebsingenieure, Motorenschlosser und Motorenelektrotechniker übernommen. Das Familienunternehmen vertreibt und wartet stationäre und mobile Deutz-Motoren auf Schiffen, Baumaschinen, stationäre Pumpen und Stromaggregate sowie Diesel- und Gasmotoren in der gesamten Produktpalette von 10 bis 4.000 kW.

Das Krefelder Unternehmen bietet ein Komplettangebot, bei dem alle wichtigen Komponenten rund um Motoren, Problemlösungen und Serviceleistungen aus einer Hand bereitgestellt werden. Hinzu kommen Module für Biogas-Blockheizkraftwerke (BHKW) als Diesel-/Gasmotoren bis 400 kW elektrisch zur dezentralen Energieversorgung. An fünf Verkaufs- und Servicestandorten in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen werden 189 Mitarbeiter, darunter 25 Auszubildende und 70 Monteure beschäftigt.

Zur technischen Ausstattung gehören fünf Motorenprüfstände, ein Prüfstand für Aggregate, ein Messwagen für Abgasemissionen sowie Software für die Konfiguration der Motordaten in elektronischen Motorregelungen (TEM und EMR). Die technische Kompetenz umfasst Beratung, Auslegung und Engineering, die kaufmännische und technische Abwicklung, die Inbetriebnahme ganzer Antriebssysteme und von BHKW und ihrer Schaltanlagen, einschließlich  des kompletten Services in allen Bereichen. Henkelhausen verfügt über 50 Werkstattwagen, die sowohl im Diesel- und Gasmotorenbereich als auch im Elektrobereich zum Einsatz kommen.

Das Unternehmen ist zudem Service-Partner für VOLVO PENTA-Industriemotoren und bietet Elektromaschinen- und Aggregatebauern sowie ausgewählten Endkunden neuerdings auch Standard-Stromaggregate im breiten Leistungsspektrum von 12 kVA bis 500 kVA an. Die Sparte Landtechnik am Standort Wunstorf vertritt die Hersteller Claas, Pöttinger, Stiehl, Viking, Rau und Amazone, liefert Ersatzteile und unterhält einen technischen Kundendienst auch für das Produkt Deutz-Fahr. Die Qualitätssysteme von Henkelhausen sind nach DIN / ISO 9001 zertifiziert.

www.henkelhausen.de

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unternehmermagazin 11/2002

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Henkelhausen


Henkelhausen - Industriemotor

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Henkelhausen - 12-Zylinder-Gasmotor

 

 

 
 

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Ehrendoktorwürde

  

In einem Festakt im November 2009 verlieh die Wirtschaftsfakultät der Universität Witten/Herdecke Professor Dr. Brun-Hagen Hennerkes, einem der europaweit führenden Experten auf dem Gebiet der Familienunternehmensforschung, die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste um die Belange der Familienunternehmen in Deutschland. Insbesondere würdigte die Universität seine systematische Beschäftigung mit den Chancen und Besonderheiten dieser Unternehmensform, nicht zuletzt beim Auf-und Ausbau des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) sowie im Rahmen der von ihm ins Leben gerufenen gemeinnützigen Stiftung Familienunternehmen. Professor Hennerkes, der erst unlängst seinen 70. Geburtstag beging, beschäftigt sich seit fast 40 Jahren mit der Materie und war einer der ersten in Deutschland, der die Spezifika von Familienunternehmen intensiver untersuchte.
Dabei ging es ihm zum einen um die grundlegende Definition in Abgrenzung zum ungenauen Dachbegriff des Mittelstands. Zum anderen war es ihm stets ein Anliegen, die öffentliche und politische Wahrnehmung und Akzeptanz der besonderen Eigenheiten und Bedürfnisse dieser Unternehmensform zu fördern, die trotz ihrer großen volkswirtschaftlichen Bedeutung weit weniger Aufmerksamkeit erfuhr als anonyme Großkonzerne in Streubesitz. Dass Familienunternehmen heute zunehmend in der Forschung, vor allem aber auch in Staat und Gesellschaft beachtet werden, ist Hennerkes dank diverser Aktivitäten maßgeblich mit zu verdanken.
Von 1960 bis 1964 studierte der dreifache Vater alte Sprachen und dann Rechtswissenschaften an den Universitäten Saarbrücken, Hamburg und Freiburg mit anschließender Promotion. Die berufliche Laufbahn begann 1968 bei der Wirtschaftsvereinigung Eisen & Stahl in Düsseldorf, danach wurde er als jüngstes Mitglied in die Direktionsabteilung der Mannesmann AG berufen. Diese Tätigkeit prägte ihn nachhaltig, da sie Einblicke in Denkweisen und Strukturen von Großunternehmen und ihrer Lieferanten erlaubte, die damals schon vorwiegend Familienunternehmen waren. Die eigentliche Passion begann 1971 mit dem Eintritt in die Stuttgarter Sozietät von Dr. Conrad Böttcher, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1929 ausschließlich Familienunternehmen widmete und sich unter anderem mit der Durchsetzung der Rechtsform der GmbH & Co. KG einen Namen machte. 1981 wurde Prof. Dr. Hennerkes Seniorpartner der Kanzlei, die mittlerweile als Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz tätig ist.
Hennerkes hat Familienunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz anwaltlich in konzeptionellen Fragen beraten, schwerpunktmäßig bei der Unternehmernachfolge, bei der Erstellung von Familienverfassungen, aber auch in Finanzierungsthemen. Des weiteren wurden viele Börsengänge von Familienunternehmen von ihm begleitet, etwa der von »BOSS«. Hennerkes gilt überdies als Experte für Stiftungskonzeptionen und hat sich als einer der ersten mit dem Instrument des Beirats befasst, dessen Bedeutung er von Anfang an nicht auf Kontrollfunktionen beschränkte. Als Vorsitzender bzw. als Mitglied von Aufsichtsräten und Gremien bekannter Familienunternehmen wandte sich Hennerkes neben der juristischen Beratung früh der Wissenschaft zu. In den 80er Jahren nahm er einen Lehrauftrag an der Universität Stuttgart an, seit 1987 ist er dort Honorarprofessor. Indessen entstanden zahlreiche Abhandlungen und Standardwerke wie »Die Familie und ihr Unternehmen« und das »Unternehmenshandbuch Familiengesellschaften«. Dem Institut für Familienunternehmen an der Privaten Universität Witten/Herdecke ist Hennerkes als Institutsbeirat, Mitglied des Kuratoriums und Lehrbeauftragter verbunden, seit 2008 als Professor am Lehrstuhl für Privat-, Gesellschafts- und Steuerrecht. Zudem hat er maßgeblich die Gründung des Friedrichshafener Instituts für Familienunternehmen an der Privaten Zeppelin-Universität gefördert.
Der »Blick über den Tellerrand« zeichnet alle Aktivitäten aus. So initiierte Hennerkes schon vor der 2002 erfolgten Gründung der gemeinnützigen »Stiftung Familienunternehmen« die Veranstaltungsreihe »Familienunternehmer im Gespräch« und die »Juniorenkonferenz«, die jährlich stattfinden und Familienunternehmern bzw. dem unternehmerischen Nachwuchs Plattformen zum intensiven Gedankenaustausch bieten. Der profunde Rat des »Doyens der Familienunternehmen« ist vielerorts gefragt, auch von der Bundesregierung wie bei den jüngsten Beratungen über die Konjunkturpakete.
Nach dem sukzessiven Rückzug aus der operativen anwaltlichen Beratung tritt Hennerkes als ehrenamtlicher Vorstand der »Stiftung Familienunternehmen« auf, die Ansprechpartnerin der Politik in rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftspolitischen Fragen ist.

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unternehmermagazin 7-8/2009

 

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Prof. Dr. Brun-Hagen Hennerkes


Dr. Tom Rüsen, Professoren Sauerland, Hennerkes,
v. Schlippe

 

Private Universität Witten/Herdecke, Witten

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Phoenix aus der Asche

  

Die 1918 gegründete Carl Herding GmbH & Co. KG, Bocholt/Westfalen, nach eigenen Angaben deutscher Marktführer im Bereich Baby-, Kinder-, und Jugend-Lizenz-Bettwäsche, hat ihre Ziele 2004 zunächst erreicht, musste jedoch im März Insolvenz anmelden und setzt ihre Geschäfte ohne deutsche Produktion ab Juli in der neuen Klaus Herding GmbH fort.

Das Familienunternehmen steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mio. auf 16,6 Mio. Euro. Grundlage des Erfolgs sei das 1948 eingeführte Lizenz-Geschäft gewesen, das unverändert Potentiale berge, so Dr. Friedrich Loock, der das Unternehmen in dritter Generation führt.

Erfolgreiche Lizenzen müssten hart erarbeitet werden. Top-Lizenzen erforderten 85 % Marktkenntnis und 15 % Glück. Diese Verbindung sei sowohl im internationalen Segment beispielsweise mit »Sesamstraße« als auch national mit »Felix« und »Sheepworld« gelungen. Die Herding-Kollektion umfasst Heimtextilien für Kleinkinder bis 2 Jahre (»Baby best«), für Kinder bis 10 Jahre (»Kids best«) sowie für Jugendliche und junge Erwachsene (»Your best«). 2005 soll vor allem die letzt genannte Kollektion ausgeweitet und das Programm mit Regionallizenzen abgerundet werden. Das Familienunternehmen wird damit zum Komplett-Anbieter von Lizenzware in allen geographischen Segmenten. Daneben wird der Bettwäschehersteller im Segment »Your best« und im Bereich »Kids« erstmals seit 1995 auch wieder lizenzfreie Motive anbieten.

Auf der »Heimtextil 2005« in Frankfurt/ M. wurde das neue Produkt-Segment »Unicade« vorgestellt. Das von Herding entwickelte und patentierte Verfahren erlaubt es, gewebte Unikate zu Kaufhauspreisen zu produzieren. Flauschdecken und Bettwäsche, die von Kunden selbst gestaltet wurden, lassen sich in Kleinstmengen oder auch als Einzelstücke weben. Die Unikate werden zu einem Preis ab 49 Euro angeboten.

Für weitere Umsatzsteigerung soll die Gewinnung neuer Großkunden sowie eine Neuorganisation der Kollektionen, hier insbesondere der Ausbau des Bereichs für die Zielgruppe der zehn bis achtzehnjährigen sorgen. Außerdem will das Traditionsunternehmen sein Import- und Exportgeschäft im Zuge der Internationalisierung bei Beschaffung und Absatz ausweiten.

Herding beschäftigte zuletzt 130 Mitarbeiter. Die am Standort Bocholt konzentrierte Produktion bestand aus Weberei, Rauherei und Konfektion. Darüber hinaus wurden in erheblichem Umfang Produkte aus der Türkei bezogen. Ein modernes Warenlager und ein EDV-gestütztes Warenwirtschaftssystem sorgen für einen hohen Servicegrad. Der Schwerpunkt des Absatzmarktes liegt traditionell in Zentraleuropa und in den angrenzenden Ländern.

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unternehmermagazin 4/2005

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Herding


Bettwäsche für Kids

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Näherei

 

 

 
 

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100 Jahre sicherer Halt

  

Die 1906 von Heinrich Hermann gegründete Herma GmbH, Stuttgart, feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. Das Familienunternehmen ist mit 800 Mitarbeitern in drei Geschäftsbereichen tätig und erwirtschaftete mit Haftmaterialien, Etiketten und Etikettiermaschinen an drei Stuttgarter Standorten einen Jahresumsatz von 166 Mio. Euro. Die operative Verantwortung liegt bereits seit 1982 in den Händen von Fremdmanagern. Derzeit zeichnen Manfred Minich als Vorsitzender der Geschäftsführung und Dr. Thomas Baumgärtner verantwortlich.

Vor dem Hintergrund der europäischen Technologieführerschaft in der Herstellung von Haftmaterial erreicht der Exportanteil 46 %. Meilensteine waren die Gründungen der fünf Tochterfirmen in Frankreich, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden sowie die Beteiligungen in Deutschland (Herma Denkendorf GmbH) und Singapur (Herma KDC Singapore PTE Ltd). Während Endverbraucher Herma insbesondere als Hersteller von Etiketten kennen, ist das Industriegeschäft, etwa mit Haftmaterial, inzwischen viel bedeutender. Auf diesem Gebiet wird seit Jahren regelmäßig zweistelliges Wachstum generiert.

Firmengründer Hermann legte 1926 mit seiner Erfindung der Fotoecke den Grundstein für den Erfolg. Nach dem zweiten Weltkrieg war die Heinrich Hermann Papierwarenfabrik das erste deutsche Unternehmen, das selbstklebende Etiketten, beispielsweise in Form kleiner Preisschildchen, produzierte. Eine weitere Pioniertat bestand in der Markteinführung von Haftklebern, die unter anderem die Kennzeichnung von sehr heißen Chemiefässern, von Behältern, die mit Meerwasser in Berührung kommen, sowie von schwer etikettierenden Untergrundmaterialien erlaubt. 

Im Sinne einer anderen Speziallösung wurde ein Verschlussetikett für die sensiblen Elektronikbauteile eines Automobilherstellers entwickelt. Außerdem entstanden »Smart Labels«, Etiketten mit integriertem Chip in papierdünner Bauform, die zur Entwicklung effizienter Logistik- und Mehrwegsysteme beitragen. Nach Einweihung des neuen Logistik-Zentrums im Frühjahr 2004, das Investitionen von 15 Mio. Euro erforderlich machte, entsteht nun in Filderstadt bis Mitte 2007 die weltweit modernste Beschichtungsanlage für Haftmaterial, deren erste Ausbaustufe mit rund 30 Mio. Euro veranschlagt wird. Damit verdreifachen sich die Kapazitäten der Haftmaterial-Produktion auf 750 Mio. qm im Jahr.                                    

www.herma.de

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unternehmermagazin 4/2006

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Herma


Manfred Minich

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Beschichtungsanlage

 

Papier Folienprogramm

 

Stammsitz in Stuttgart-Wangen

  

 

 

 
 

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Weltrekorde

  

Die 1977 gegründete Herrenknecht AG, Schwanau, der weltweit führende Familienkonzern im Sektor Vortriebstechnik, erwirtschaftete 2010 Umsätze von 935 Mio. Euro. Einschließlich der 68 in- und ausländischen Tochtergesellschaften sowie geschäftsnaher Beteiligungen wurden über 3.200 Mitarbeiter beschäftigt, darunter 200 Auszubildende. Zuletzt wurde die Schäfer & Urbach GmbH & Co. KG, Ratingen, ein renommierter Hersteller von System- und Hochdrucktechnik, nach einem »Asset Deal« integriert. Hochdruck-Kolbenpumpen finden insbesondere beim Herrenknecht-HDD-Verfahren (»Horizontal Directional Drilling«) Verwendung.
Bei Tiefbohranlagen der Herrenknecht Vertical GmbH, die »Onshore« und »Offshore« zur Exploration von Öl, Gas und Erdwärme dienen, sind Spülpumpen vor allem bezüglich der Bohrlochsicherheit Kernkomponenten. Eine Hightech-Anlage »Innova­Rig«, Typ »Terra Invader 350«, bohrt derzeit im bayrischen Kirchweidach nach hei­ßem Thermalwasser, das ab 2012 ein Strom- und Heizkraftwerk mit einer installierten Leistung von sechs bis acht Megawatt betreiben soll und hat hier mit 4.937 Metern einen neuen Tiefenrekord aufgestellt. Das angestammte Geschäftsfeld von Schäfer & Urbach wird im weltweiten Vertriebsnetz von Herrenknecht weiter internationalisiert. Das Produktportfolio umfasst auch Entzunderungsanlagen, Hochdrucktechnik zur Reinigung großer Lagertanks in der Ölindustrie sowie hochspezialisierte Schweißtechnik.
Herrenknecht deckt als Vollsortimenter für alle Geologien die ganze Bandbreite maschineller Tunnelvortriebstechnik ab. Entwickelt, produziert und vertrieben werden mobile Anlagen für globale Großprojekte mit Durchmessern von bis zu 19 Meter. So werden die Hauptröhren des neuen Gotthard-Basistunnels, mit 114 km (2 x 57 km) längster Eisenbahntunnel der Welt, seit 2002 mit vier »Gripper«-TBM gebohrt und gesichert. Die ersten Züge sollen 2016 rollen.
Die Generalthemen des Unternehmens drehen sich um die umweltschonende Mobilität von Menschen und Gütern, um den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie um die Erschließung von Rohstoffvorkommen und Energiequellen. Die beiden Geschäftsbereiche »Traffic Tunneling« und »Utility Tunneling« reflektieren den stark steigenden Bedarf, für immer mehr Menschen, die in Städten leben, unterirdische Verkehrswege und Versorgungsleitungen zu bauen. Im Zeichen dieser Urbanisierung sind rund um den Globus 100 große Tunnelvortriebsmaschinen in Betrieb. Für Ver- und Entsorgungstunnel mit Durchmessern von bis zu 4,20 Meter sind über 1.000 Anlagen im Einsatz. Da jedes Projekt im Zusammenspiel der Akteure davon lebt, schnell (wirtschaftlich) und sicher beendet zu sein, führt Herrenknecht seine »Full Range Solutions« als »Teamwork Tunnelling« durch. Die wachstumsstarke Region »Asia/Pacific« wird seit 2004 aus Singapur gesteuert. In China gibt es bereits in Guangzhou, in Nansha und in Chengdu eigene Montagewerke.
Dr.-Ing. E. h. Martin Herrenknecht erhielt im März die Ehrensenatorenwürde des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die Auszeichnung galt Verdiensten um die Tunnelvortriebstechnik und das Bauingenieurwesen, hier speziell durch die 2008 für fünf Jahre erfolgte Übernahme der Stiftungsprofessur für Technische Petrophysik im Bereich Geothermie an der Fakultät für Bau-, Geo- und Umweltwissenschaften.

www.herrenknecht.de

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unternehmermagazin 3/2011

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Herrenknecht


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Weltrekord im Oktober 2010: Hauptdurchschlag

der Oströhre des Gotthard-Basis-Tunnels

 

Tunnelvortriebsmaschine (15,62m)

 

 

Dr.-Ing. E.h. Martin Herrenknecht

 

 

 

 
 

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Wieder in Familienbesitz

  

Die 1930 in Herford gegründete Hettich-Gruppe, Kirchlengern, befindet sich nach knapp 20 Jahren wieder vollständig in Familienbesitz. Dr. Andreas Hettich, Geschäftsführer der Hettich Holding GmbH & Co. OHG am Stammsitz des Möbelbeschlagspezialisten, und sein Bruder Rainer Hettich, Geschäftsführer der Vitanas GmbH & Co. KGaA, Berlin, haben die seit Ende 2000 von der ebenfalls in Kirchlengern ansässigen Lago Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG, gehaltenen 27 % der Anteile mit Hilfe ihres Vaters zum 1. Januar 2006 zurückgekauft. Senior Anton Hettich, Beiratsvorsitzender der Unternehmensgruppe und seine beiden Söhne halten nun 82 % des Kapitals. Die restlichen 18 % entfallen auf die Familien Dr. Erwin Hettich und Bruno Hettich.

Die Ursprünge der Firmengruppe gehen auf Gründer Karl Hettich zurück, der bereits 1888 in Schramberg (Schwarzwald) aktiv war. 1930 kam in Herford ein zweites Werk hinzu. Zudem entstand ein Schwesterunternehmen des Stammhauses, die Paul Hettich GmbH. Zu dieser Zeit fertigten sieben Mitarbeiter Stangenscharniere für die Möbelindustrie bis Holzschrauben, Schrankrohre und Schrankverbinder das Sortiment erweiterten. 1966 wurde das neue Hauptwerk am heutigen Firmensitz in Betrieb genommen.

1987 erfolgte die Trennung von zehn Familiengesellschaftern. Um diesen Schritt zu finanzieren, trat die Jahr Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, mit der Übernahme von 55 % des Kapitals als Mehrheitsgesellschafter ein, die Ende 1998 28 % an die Familie Hettich rückübertrug, während die restlichen 27 % Ende 2000 an die Lago Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, ein Unternehmen des Bankhaus Lampe, Bielefeld, und der Gothaer Versicherung, Köln, gingen.

Mit 36 Niederlassungen in über 100 Ländern zählt die Hettich-Gruppe global zu den führenden Herstellern von Möbelbeschlägen. Produktionsstandorte befinden sich in Nord- und Südamerika, in Europa und Asien. Der Gesamtumsatz wird im Geschäftsjahr 2005 bei über 600 Mio. Euro erwartet. Der Auslandsanteil beträgt 59 %. Die aktuelle Produktpalette umfasst Scharniere, Auszugführungen, Schubkästen und Verbindungsbeschläge. Daneben werden Schrank- und Inneneinrichtungen sowie komplexe Beschlagsysteme einschließlich Bettbeschlägen, Möbelgriffen und -knöpfen sowie Lichtsysteme hergestellt.

Die Kunden kommen aus der Möbelindustrie, aus dem Fachhandel, aus dem Handwerk und aus der »Do-it-yourself«-Branche. Weltweit werden über 5.000 Mitarbeiter beschäftigt (davon über 3.000 in Deutschland). Das traditionelle Bekenntnis zur betrieblichen Ausbildung drückt sich in der hohen Zahl von über 130 Azubis aus.

2005 wurde das 75-jährige Bestehen gefeiert. Im Jubiläumsjahr erfolgte auch die bisher größte Einzelinvestition. Das neue Logistikzentrum kostete 25 Mio. Euro und wird im Frühjahr 2006 offiziell eingeweiht.

www.hettich.com

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unternehmermagazin 11-12/2005

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Hettich


Dr. Andreas, Anton und Rainer Hettich

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Schubkasteninnenorganisation

 

Auszugführung »Quadro«

 

 

 

 
 

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75jähriges Jubiläum 

  

Die 1930 von Gustav und Antonie Hunzelmann gegründete Hochland Kaffee Hunzelmann GmbH & Co. KG, Stuttgart, beging ihr 75jähriges Firmenjubiläum. Die seiner Zeit fernab der hanseatischen Branchengrößen eröffnete Kaffeerösterei bekennt sich von Anfang an zu höchster Qualität, sorgfältiger Auswahl, ständigen Kontrollen, freundlichem Personal und ehrlicher Werbung. Erfolgsfaktoren sind die Exklusivität des Anbaus, Raffinessen der Röstung und die Komposition der Spezialitäten.

Wie der Name besagt, wird vor allem Kaffee aus Anbaugebieten oberhalb von 1.600 m geröstet. Aufgrund der niedrigeren Temperaturen reifen Kaffeekirschen hier langsamer und entwickeln so ein feineres Aroma. Die Rohware stammt überwiegend aus dem Tarrazu-Hochland in Costa Rica, einem der besten Anbaugebiete der Welt. Lieferanten sind ausgewählte Kaffeefarmer, die im Zuge der auf faire Handelsbeziehungen ausgerichteten Geschäftspolitik deutlich über dem Mindestpreis bezahlt werden. Für diese Haltung wurde Hochland Kaffee 2001 als einzige deutsche Rösterei vom Präsidenten Costa Ricas ausgezeichnet.

In Degerloch wird Kaffee täglich im aufwändigen Langzeitverfahren (ca. 9 Minuten bei ca. 200° C) im Trommelröster verarbeitet. Die Veredelung erfolgt nach speziellen Kriterien. So wird die Sorte »Colanka« anschließend durch ein Bad in flüssiger Quellenkohlensäure weitgehend von Röstreizstoffen befreit. Die über Jahre perfektionierte »Venezianische Röstung« des Espresso »Rassico« gilt als eines der bestgehüteten Betriebsgeheimnisse.

Die Produktpalette umfasst erlesene Plantagenbohnen, hochfeine Kaffee-Kompositionen und exklusive Gourmet-Röstungen. Kunden können zwischen acht Filterkaffees und klassischen Arabica-Mischungen wählen, darunter neben Traditions-Kaffees wie »Colanka«, »Ratsherren« und »Kaffeestunde« auch Saison-Kaffees wie die Perlbohnen-Rarität »Cara Cole« oder die lokale Sorte »Stuttgarter Bohnen-Viertele«. Für die Zubereitung in Kaffee-Vollautomaten gibt es »Holanka Crema«, »Holanka Viva«, »Holanka Luna«, »Espresso Rassico« und »Espresso Luna«.

Das heute in dritter Generation von Martina Hunzelmann geführte Familienunternehmen beschäftigt 85 Mitarbeiter und ist mit rund 1.000 Tonnen Jahresproduktion die größte der über 200 handwerklichen Röstereien Deutschlands. Gleichwohl gilt das Manufakturprinzip: Menschen mit handwerklichem Können, jahrzehntelanger Erfahrung und persönlicher Leidenschaft stellen frische kleine Chargen her. Der Vertrieb erfolgt in rund 500 Verkaufsdepots, die sich in Bäckereien, Konditoreien und Cafés in Baden-Württemberg sowie in Fachmärkten und Feinkostgeschäften bundesweit befinden. Das Gourmet-Journal »Der Feinschmecker« bewertete »Hochland Kaffeestunde« 2005 als »besten Filterkaffee überhaupt«. Außerdem angeboten werden über 70 feine Tee-Spezialitäten sowie ein hochwertiges Confiserie-Sortiment.

www.hochland-kaffee.de

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unternehmermagazin 10/2005

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Hochland Kaffee


Martina Hunzelmann

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Espresso-Maschine

  

Kaffeekirschen

   

     
 

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Mehrfach ausgezeichnet

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Die I. K. Hofmann GmbH (Hofmann Personal Leasing), Nürnberg, nach eigener Aussage Bayerns größtes Zeitarbeitsunternehmen, wurde im März im Wettbewerb »Bayerns Best 50« gewürdigt. Zuletzt erfolgte die Aufnahme in einen Zirkel von 500 europäischen Unternehmen, die in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze schaffen.

Die Auszeichnung nahm Hans Spitzner, Staatssekretär im bayrischen Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, vor. Die Auswahl unter 6.000 europäischen Unternehmen berücksichtigte außer dem Kernkriterium auch den Umsatzzuwachs über einen Zeitraum von fünf Jahren (1996-2001) sowie das Unternehmertum, die Unabhängigkeit, das interne Wachstum und die Rentabilität. Trotz dieser positiven Eckdaten gingen die Umsätze in der Gruppe 2001 konjunkturbedingt gegenüber dem Vorjahr um 2,2 % von 88 auf 86 Mio. Euro zurück.

Die 1985 in Nürnberg von Ingrid Hofmann gegründete Arbeitnehmerüberlassung und private Arbeitsvermittlung unterhält bundesweit 49 Niederlassungen, die insbesondere in den Bereichen Büro, Handwerk und Industrie tätig sind. Darüber hinaus gibt es Tochtergesellschaften in Österreich und Großbritannien.

Im Rahmen der Gruppe stehen jährlich durchschnittlich 4.000 Arbeitskräfte unter Vertrag. Über 80 % der Mitarbeiter waren zuvor arbeitslos, eine Quote, die über dem Brancheniveau liegt. 35 bis 40 % des Leihpersonals werden während ihres Einsatzes von den Kundenfirmen in feste Beschäftigungsverhältnisse übernommen. 

www.hofmann-personalleasing.de

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unternehmermagazin 11/2002

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I. K. Hofmann


Ingrid Hofmann

 

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