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                                       Angestrebt werden eine höhere Produktivität und ein umweltschonendes Wachstum. Dazu zählen auch Indikatoren wie der Zugang zu Bankkonten und Investitionsmöglichkeiten.
Ziel Nr. 9 (Industrie, Innovation und In- frastruktur) fokussiert den Aufbau und den Ausbau widerstandsfähiger Infrastrukturen, eine breitenwirksame, nachhaltige Industria- lisierung sowie die Förderung von Innovatio- nen, um das Wirtschaften insgesamt produk- tiver und effizienter zu machen. Dabei soll es vor allem in weniger entwickelten Ländern mehr industrielle Arbeitsplätze geben, um den Beitrag der Industrie zum Bruttoinlandspro- dukt zu steigern. Außerdem sollen sich Indu- strien ressourcenschonend technologisch wei- terentwickeln, während Forschung und Ent- wicklung in allen Ländern gestärkt werden sollen. Dies kann für deutsche Unternehmen heißen, ein internes Ideenmanagement ein- zuführen, nachhaltige Mobilitätskonzepte zu nutzen sowie ihre Logistik zu optimieren.
Ziel Nr. 12 (Nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion) betrifft generell den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und
Produkten. Angestrebt wird hier, Abfälle zu vermeiden, Recycling zu betreiben und scho- nend zu fertigen. Unternehmen sollen ihre Bestrebungen im Sinne der Nachhaltigkeit be- wusst verfolgen und darüber berichten. Kun- den und Verbraucher sollen auf Nachhaltig- keitssiegel achten und Staaten entsprechende Beschaffungskriterien auferlegen. Unterneh- men zahlen auf diese Ziele ein, indem sie ihre Materialien und ihre Verpackungen optimie- ren, die Kreislaufwirtschaft fördern und ihre Produkte so designen, dass sie langlebig sind.
Schlüsselrolle von Unternehmen > Dies al- les zeigt, dass alle Akteure mitwirken können und müssen, um die SDGs zu erreichen. Un- ternehmen nehmen dabei durch ihren direk- ten Einfluss, aber auch als Multiplikatoren eine Schlüsselrolle ein. Die ins Auge gefassten Nachhaltigkeitsziele müssen jedoch mit dem Geschäftsmodell und auf die Strategie abge- stimmt sein, um effektiv erfüllt zu werden.
Ein erster Ansatzpunkt auf diesem Weg besteht in der umfassenden Analyse des Ist- Zustands. Welche allgemeinen Zielsetzungen
berühren unsere Aktivitäten? Welche unserer Maßnahmen tragen heute schon zu ihrer Er- füllung bei? Ausgehend von dieser Bestands- aufnahme können dann einzelne Ziele prio- risiert und weitere konkrete Maßnahmen de- finiert werden. Viele große Unternehmen leh- nen sich inzwischen in ihren Nachhaltigkeits- berichten bereits an die SDGs an und weisen ihre Handlungen zielbezogen aus. Indessen kommt es bei einer erfolgreichen Nachhaltig- keitsstrategie und einer ebensolchen Bericht- erstattung nicht darauf an, in allen Bereichen von Anfang an gut zu sein und alle Ziele zu- gleich anzustreben. Vielmehr geht es darum, Zielkonflikte sukzessive abzubauen und kon- tinuierliche Verbesserungen auf bedeutsamen Aktionsfeldern oder in Zielbereichen auswei- sen zu können. Dazu bedarf es einer ehrlichen Selbstanalyse, aber auch gewisser Offenheit und Toleranz in der gesamten Debatte. 􏰀
Dr. Adriana Neligan und Theresa Eyerund, Senior Economists, Institut der deutschen Wirtschaft (IW), Berlin und Köln
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