Buchvorstellung im Hessischen Hof

06.05.2013 | Autorin Dr. Claudia Nagel hat Ihre Neu­erscheinung „Behavioral Strategy. Denken und Füh­len im Entschei­dungs­­pro­zess. Das Unbewusste und der Unternehmenserfolg“ Anfang Mai im Rahmen eines „Buch-Cocktails“ vorgestellt. 65 geladene Gäste aus Wirtschaft und Wis­sen­schaft feierten das Ereignis in Anwesenheit von Prof. Dr. Hermut Kormann und Verleger Dr. Reinhard Nenzel. Ernst Padberg, Herausgeber und Chefredakteur der Börsenzeitung, ging in sei­ner lau­ni­gen Laudatio auf die besondere Relevanz des Themas für die Ver­­antwortungsträger in Kon­zer­nen sowie im inhabergeprägten Mittelstand ein und unterstrich den praktischen Nutzen, den die Lektüre nicht nur für langfristiger Aufgaben, sondern auch im operativen Tagesgeschäft ver­spricht. Frau Dr. Nagel ging in einem Kurzvortrag auf die Bedeutung Ihres fortschrittlichen An­sat­zes für die Ent­wick­lung und Im­plementierung nachhaltiger Strategien ein und informierte bei dieser Gelegenheit auch über die Grün­dung Ihres „Instituts für Behavioral Strategy“, das von pro­­minenten Mit­streitern aus Lehre und Forschung mitgetragen wird.
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Die neue Disziplin der „Behavioral Strategy“ knüpft an die etablierten Fachrichtungen „Be­­ha­vio­ral Finance“ und „Behavioral Economics“ an, um die Psychologie des strate­gischen Entscheiders und den Prozess der Strategiefindung in Unternehmen zu fokussieren. Die Quint­­essenz lau­tet, dass in unserer komplexen Welt nur die Unternehmer wirksam Weichen für ihre Betriebe stel­len, die ihre ei­ge­nen Denkfallen und die Bedin­gun­gen mensch­li­chen Nach­den­kens über die Zu­kunft be­rück­­sich­ti­gen. Ge­füh­le und Intuition dürfen nicht einfach ausgeblendet wer­den, son­­dern müssen die Auseinandersetzung über wichtige Ausrichtungsfragen be­rei­chern.

Professor Kormann fasst das Werk so zusammen: „Die Autorin plädiert engagiert für die Kultur ei­nes kollegialen strategischen Diskurses, der ermittelt, was richtig ist und nicht darauf aus ist, wer Recht hat. Zumal im inhabergeführten Mittelstand besteht die Strategie­ent­wick­lung nie in der Über­nahme der Konzepte von Konzernen, sondern in einem im­mer wie­der of­­fenen Such­pro­zess, der dazu dient, die aus der eigenen Historie erwachsenden Er­folgs­­mu­ster fortzu­schrei­ben.“

Für Verleger Dr. Reinhard Nenzel liefert das Buch die bündige Theorie zur Erfahrungs­pra­xis: „Wä­re es bei wichtigen unternehmerischen Entscheidungen statthaft, die Emo­tio­nen der han­delnden Personen, ihre subjektiven Vorlieben und Abneigungen, aber auch ihre in­­neren Nö­te und Ängste, artikulieren zu dürfen, um sie in die Gesamtbetrachtung einzubeziehen, würde ei­ne große Kraftquelle erschlossen, um Organisationen ganzheitlich erfolgreich in die Zu­kunft zu füh­­ren. In der Geschäftsleitung in die allzu menschlichen Kulissen stra­te­gi­scher Ent­schei­­­dungen z­u schauen, um sich selbst als Akteur und das Unternehmen in einem gemein­sa­­men Denkraum aller Beteiligten zu entwickeln, erzeugt Begeisterung für ehrgeizige Ziele und vermeidet Fol­ge­­ko­sten.“