Investitionen in Nordafrika

18.05.2012 | Chefredakteur Dr. Reinhard Nenzel hat heute in Berlin den marokkanischen In­dustrieminister Abdelkader Aâmara interviewt, der zuvor im Bundesministerium für Wirt­schaft und Technologie mit Staatssekretärin Anne Ruth Herkes ein Abkom­men zur Einrich­tung einer Gemischten Wirtschaftskommission (GWK) unterzeichnet hatte. Die im zwei­ten Halbjahr beginnenden Gespräche sollen die bilateralen Handels- und Investitions­beziehun­gen durch eine Part­ner­schaft in Augenhöhe stärken. Die angestrebte engere Zusammen­ar­beit bezieht sich unter anderem auf Erneuerbare Ener­gi­en, auf die Automobilindustrie, die Lebensmittel­in­du­strie, auf Informations- und Kom­mu­ni­kationstechnologien sowie auf die Felder Infra­struk­tur und Tou­rismus. Als übergeordnetes Ziel wur­de die Ausbildung marok­ka­nischer Jugendlicher durch deutsche Unternehmen und Insti­tu­tionen vereinbart.

Minister Aâmara erläuterte exklusiv die neue Standortpolitik seines Landes, die sich infolge des „Arabischen Frühlings“ nach der Verabschiedung einer reformorientierten Verfassung bewusst um die Ansiedlung deut­scher Unternehmen bemüht. Die strategische An­spra­che aus­ländischer Investoren er­folgt in einem politisch ge­mä­ßigten Klima mit wett­be­werbs­fä­hi­gen Rahmenbedingungen, die in mehreren Wirt­schafts­zonen lang­fri­stig in­ter­­­es­sante Ent­wick­­lun­gen erlauben. Fragen und Antworten erscheinen im un­ter­neh­mer­ma­ga­zin 3/2012.