Ausgabe 1/2 • 2002 | Editorial

Deutschlands Forum für Familienunternehmen

Das unternehmermagazin tritt mit dieser Ausgabe in seinen 50. Jahrgang ein. Zugleich ziehen sich die beiden Verbände ASU und BJU, die den Titel als ihr einziges bundesweites Organ seit seinen Anfängen mitgetragen haben, aus der verlegerischen Verantwortung zurück. Künftig gibt es eine exklusive Kooperation, die geistige Bindung und journalistischen Freiraum bedeutet. Wir nutzen diesen Moment, um die Zeitschrift zukunftsorientiert zu positionieren. Sie trägt ab sofort einen Untertitel, der das besondere Engagement für die Belange von mittelständischen Familienunternehmen formuliert. Der Schwerpunkt der Berichterstattung wird unverändert auf betrieblichen Fragen liegen. Doch daneben tritt die Beziehung von Strategie und operativem Geschäft auf die Interessen der Unternehmerfamilie stärker in den Vordergrund. Dazu gehört, dass wir uns noch mehr als bisher der Nachfolgeproblematik, aber auch Rechtsformfragen sowie Finanzierungs- und Steueraspekten, widmen.

In diesem Zusammenhang führen wir neue regelmäßige Rubriken ein, die ihren Fokus auf wichtige Aufgaben selbständiger Unternehmer legen. In »Unternehmensführung« lassen wir prominente Praktiker über zeitgemäße Ideen und Instrumente berichten. In »Human Resources« wird es bevorzugt um die Gewinnung, Bindung und Entwicklung von Führungskräften gehen. »Marken« behandelt beispielorientiert Theorie und Praxis erfolgreicher Maßnahmen, um Produkte und Leistungen einzigartig zu machen. In »Kapitalanlage & Vermögen« informieren wir Sie über Gründe und Hintergründe aussichtsreicher Anlageformen. In »vor 1800« stellen wir Ihnen ehrwürdige, modern denkende Familienunternehmen vor, die sich seit nunmehr über 200 Jahren bei oft wechselvoller Geschichte in ihren Märkten branchenführend behauptet haben. Mit zwei wachen Augen für Tradition und Innovation werden wir uns außerdem um das bisweilen verkannte »Firmenmuseum« bemühen, das auf unverwechselbare Art und Weise einen authentischen Beitrag zur Industriekultur leistet.

Diese inhaltliche Neuausrichtung korrespondiert mit der Gründung eines neuen Verlags, in dem das unternehmermagazin nun erscheint. Sein Name, »Unternehmer Medien GmbH« ist Programm, da fünf namhafte mittelständische Unternehmer, vier von ihnen langjährige Mitglieder der ASU, aus innerer Überzeugung Mitgesellschafter werden. Sie eint das gemeinsame Anliegen, einen persönlichen Beitrag dazu zu leisten, dem inhabergeführten deutschen Mittelstand eine eigene publizistische Plattform zu bewahren und ihm eine noch bessere zu verschaffen. Damit bildet sich die Zielgruppe der Zeitschrift prägnant auch auf der Eigentümerseite ab.

Wir wollen in der Redaktion versuchen, den berechtigten Erwartungen im Hinblick auf die Fortentwicklung der Zeitschrift gerecht zu werden – und wollen uns im Medienmarkt auch am unternehmerischen Erfolg der Sache messen lassen. In diesem Sinne laden wir Sie, unsere Leser, recht herzlich dazu ein, sich mit eigenen Wortmeldungen, mit Solidarität und konstruktiver Kritik an dem heute beginnenden Projekt zu beteiligen. Wir wünschen uns einen intensiven Dialog. Das unternehmermagazin möchte Ihre Unternehmerstimme hören. Machen Sie den Versuch!

Beste Grüße aus Bonn, Ihr Reinhard Nenzel, Chefredakteur