Auf in der Wahlkampf

Bundeskanzler Helmut Kohl, ASU-Präsident Martin Leicht

Nach 13 Jahren, in denen die Belastbarkeit der Wirtschaft getestet wurde, zerbrach die SPD/FDP-Koalition. Sie scheiterte an der Unfähigkeit, die drängenden Probleme des Landes zu lösen. Bonn hat eine neue Regierung. Aber es ist mehr als alle anderen Regierungen in der Demokratie eine Regierung auf Abruf

Die Neuwahlen im März sind ein schweres Investitionshemmnis. Viele sagen der Regierung Kohl/Genscher nach der Wende ein schnelles Ende voraus. Trotz des schwachen Starts und der steigenden Problemflut, trotz der Schwäche der FDP und der Offensive der SPD hat die neue Regierung eine realistische Wiederwahlchance: Entzöge der Wähler ihr das Mandat, drohten auch Bonn Hamburger und hessische Verhältnisse. Dann würde die Republik unregierbar. […] Die Regierung Kohl/Genscher kann nur Schritt für Schritt den engen Handlungsspielraum erweitern, den ihr die Regierung Schmidt/Genscher hinterlassen hat. Die wahlpolitischen und die schwierigen ökonomischen Bedingungen, unter denen die Regierung Kohl/Genscher angetreten ist, erklären manche Irritation.