Gegen Mitbestimmungsgesetz

Der Gesetzentwurf ist – für alle – enttäuschend. Das Wahlverfahren ist ein Hohn auf demokratische Prinzipien. Die Arbeitnehmer werden nicht mitbestimmen, sondern von der Mitbestimmung ausgeschlossen sein. Wir Unternehmer können etwas Besseres, konstruktives durchsetzen: Mitbestimmung am Arbeitsplatz. […] -> Der einzelne Mitarbeiter muß durch die Mitbestimmung echte Mitwirkungs- und Mitgestaltungsrechte bekommen. Nur »erlebbare« Mitbestimmung trägt zur freieren Entfaltung seiner Persönlichkeit bei. -> Die Verfügungsgewalt im Unternehmen soll von den Mitarbeitern kontrolliert werden können, sie sollen wissen, daß es keine Willkür im Unternehmen gibt. -> Die Mitbestimmung soll bessere Entscheidungen  im  Unternehmen ermöglichen; sie muß die Effizienz, Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität der Wirtschaft erhalten, darf also nicht schwerfällig in der Durchführung sein. […] Der BJU hat einen Mitbestimmungsgrundsatz erarbeitet, der Grundlage hierfür sein kann. Er lautet: »An jeder Entscheidung im Unternehmen müssen alle von ihr betroffenen und zugleich an ihr interessierten Unternehmensangehörigen in dem Maße beteiligt sein, wie es dem Grad ihrer Betroffenheit und ihres Interesses entspricht.« […]

Der BJU-Grundsatz stellt eine deutliche Willenserklärung der Unternehmensleitung zu partnerschaftlicher Problemlösung dar. Er wird, wenn er im betrieblichen Alltag mit Leben erfüllt ist, einen starken Impuls auslösen auf die Mitarbeiter und die Vorgesetzten. […] Wenn wir auf funktionierende Mitbestimmung hinweisen können, legitimieren wir uns als Unternehmer, die Ideen nicht nur im Marketing- und Finanz-, sondern auch im gesellschaftspolitischen Bereich haben.