Berentzen-Gruppe AG

Dividendenerhöhung

Die 1758 als Kornbrennerei I. B. Berentzen gegründete Berentzen-Gruppe AG, Haselünne, Deutschlands einziger börsennotierter Spirituosenhersteller, hat ihren Überschuss im Jahr 2000 bei einem nationalen Marktanteil von 16 % von 3,8 Mio. DM auf 5,1 Mio. DM gesteigert. Für 2001 wird eine weitere Ergebnisverbesserung angestrebt. Bei anhaltender Konzentration auf die Kernkompetenz – Herstellung und Vermarktung von Spirituosen sowie alkoholfreier Getränke – hat sich das Ergebnis im ersten Quartal 2001 erneut verbessert: Der durch den Branchenrhythmus saisonal anfallende Fehlbetrag nahm im Vorjahresvergleich um 1,1 Mio. DM auf 3,4 Mio. DM ab. Der Konzernumsatz ohne Branntweinsteuer ging auf 92,8 Mio. DM (Vorjahr: 96,8 Mio. DM) zurück. Inklusive Branntweinsteuer lagen die Umsätze bei 221,5 Mio. DM (Vorjahr: 251,9 Mio. DM), wobei der Rückgang auf einem erheblich stärkeren Geschäft mit alkoholfreien Getränken beruht. In Anbetracht auch rückläufiger allgemeiner Verwaltungskosten lag das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit einem Verlust von 3,5 Mio. DM um 1,1 Mio. DM über dem Vorjahreswert.

Im Geschäft mit alkoholfreien Getränken legte der Absatz der Eigenmarken und der in Konzession vertriebenen Pepsi-Produkte zweistellig zu. Wachstumsträger waren unverändert erfolgreiche Sport- und Wellness-Marken sowie PET-Einweggebinde. Nach Investition in eine Abfüllanlage erreichten PET-Einweggebinde nun bereits einen Anteil von rund 25 % an der gesamten Produktionsmenge. Der Umsatz stieg in diesem Bereich nach 14,2 Mio. DM um 35 % auf 19,2 Mio. DM.

Mit Spirituosen wurden ohne Branntweinsteuer 73,6 Mio. DM (Vorjahr: 83,4 Mio. DM) umgesetzt, wobei der Rückgang zunächst Folge einer zum zweiten Quartal 2000 vorgenommenen Preiserhöhung ist, die zu einer Bevorratung im ersten Quartal geführt hatte und der nun keine Mengen gegenüberstehen. Dieser Effekt baute sich im zweiten Quartal 2001 ab. Hinzu kam die Aufgabe von Geschäft mit Handels- und Zweitmarken, das durch den anhaltenden Preisverfall in Teilen unrentabel wurde. Im Auslandsgeschäft belief sich der Umsatz wie im Vorjahr auf 12 Mio. DM. Der Marktanteil im Likör-Segment erreicht durch Softspirituosen 23 %.

Ziel ist, trotz schwieriger Marktbedingungen mit neuen Produkten und durch Akquisition Wachstum zu realisieren, das über den unmittelbaren Zugang zum Kapitalmarkt sowie aus dem eigenen »Cash-Flow« finanziert werden soll.

Die Erlebniswelten der drei Marken Berentzen, Puschkin, Strothmann und Doornkaat werden im Rahmen einer gezielten Dachmarkenstrategie gepflegt. Aufsichtsrat und Vorstand schlugen zuletzt für Vorzugsaktionäre (Dividende 0,24 Euro) und Stammaktionäre (Dividende 0,18 Euro) eine Erhöhung um je 4 Cent vor.

www.berentzen.de