Caparol-Firmengruppe (Deutsche Amphibolin-Werke von Robert Murjahn Stiftung & Co KG)

Dr. Klaus Murjahn 70

Dr. Klaus Murjahn, geschäftsführender Gesellschafter der 1895 gegründeten Deutschen Amphibolin-Werke von Robert Murjahn (DAW) und damit der Caparol-Firmengruppe, Ober-Ramstadt, feierte im November seinen 70. Geburtstag. Seit 1978 an der Spitze von Deutschlands größtem Baufarbenhersteller, trat der studierte Chemiker im April 1970, nach Promotion und verschiedenen Praktika in der chemischen Industrie, in das Familienunternehmen ein. 1972 wurde er persönlich haftender Gesellschafter, 1973 auch Geschäftsführer.

Die 111 Jahre alte Firmengruppe beschäftigt 3.900 Mitarbeiter, davon 1.300 am Stammsitz, und erwirtschaftete 2006 einen Umsatz von 850 Mio. Euro.

Zur Carparol-Gruppe gehören die Marken »Caparol« (Farben, Lacke, Lasuren und Putze für den dekorativen Bereich), »Disbon« (bauchemische Produkte für Boden, Dach, Beton und Gewässerschutz), »Capatect« (Wärmedämm-Verbundsysteme zur Energieeinsparung) sowie »Alpina« (Farben für Heimwerker). In der Spitze werden im Stammwerk täglich bis zu 1.400 Tonnen Farbe hergestellt. Das südhessische Ober-Ramstadt ist damit einer der weltweit größten Produktionsstandorte für Farben.

Als Chemiker sah Dr. Murjahn, der seit vielen Jahren im Präsidium des Lackverbandes tätig ist, von Beginn an den Schwerpunkt seiner Tätigkeit in der Entwicklung neuer Produkte und im technischen Fortschritt auf dem Gebiet umweltfreundlicher, wasserverdünnbarer Dispersionsfarben. In diesem Sinne gelangen ihm richtungsweisende Innovationen, wie die von ihm entwickelte erste emissionsminimierte, lösemittelfreie Innenfarbe »Indeko-Plus«. Dies war der Beginn der sogenannten ELF-Technologie, die heute Stand der Technik ist.

Mit »Carparol Sensitiv« brachte das Traditionsunternehmen später auch die erste konservierungsmittelfreie Dispersionsinnenfarbe auf den Markt. Jüngstes Beispiel der erfolgreichen Produktentwicklung im Zeichen von Gesundheits- und Umweltbewusstsein sind das mit dem Bundesinnovationspreis 2005 ausgezeichnete nebelfreie Spritzverfahren »Nespri« sowie die beiden neuen Farben »ElectroShield« und »CapaSan«.

Trotz der erreichten Umsatz- und Mitarbeiterzahlen versteht sich Dr. Murjahn als klassischer Mittelständler, der viel Wert auf persönliche Beziehungen zu Kunden und Lieferanten legt, wobei er sich aus naheliegenden Gründen speziell dem Handwerk partnerschaftlich verbunden fühlt.

In den letzten Jahren kam der Ausbau des Unternehmens im In- und Ausland wesentlich voran. Um die Abhängigkeit vom deutschen Markt zu verringern, wurden die Weichen für die konsequente Internationalisierung bereits früh gestellt. Ein Beispiel sind die Aktivitäten in Osteuropa unmittelbar nach der Wende.

Heute ist die Caparol-Firmengruppe mit über 30 eigenen Gesellschaften bzw. Produktionsstätten in ganz Europa inklusive Russland, in Dubai und China vertreten. In Deutschland, Österreich und in der Türkei ist die Firmengruppe Marktführer auf dem Gebiet der Bautenanstrichmittel.

In Europa nimmt das Unternehmen, in dem Dr. Murjahns Sohn, Dr. Ralf Murjahn, seit 2001 als designierter Nachfolger in der DAW-Geschäftsleitung tätig ist, hinter drei internationalen Konzernen (Akzo, ICI und Sigma-Kalon) den vierten Platz ein. In der näheren Zukunft sollen insbesondere die attraktiven Wachstumsmärkten in Osteuropa, im mittleren Osten und in Asien noch mehr an Bedeutung gewinnen.

www.caparol.de