Dolezych GmbH & Co. KG

Über 20.000 Artikel

Die 1935 von Franz Dolezych gegründete Dolezych GmbH & Co. KG, Dortmund, wird 70 Jahre alt. Das weltweit agierende Familienunternehmen ist Deutschlands erste Adresse in der Seil-, Anschlag- und Ladungssicherungstechnik. Seit 1980 in zweiter Generation von Udo Dolezych geführt, wurde inzwischen mit modernster Technologie und ständigen Innovationen auch eine starke Stellung auf dem europäischen Markt erreicht.

Sogenannte Anschlagmittel wie Hebebänder, Schlaufenbänder, Rundschlingen, Anschlagseile und Ketten zählen ebenso zum Lieferprogramm wie Ladungssicherungsmittel vom Zurrgurt bis zur Zurrkette. Hinzu kommen diverse Seile vom Standardseil mit Faser- oder Stahleinlage bis zum Spezialdrahtseil für Turmdrehkrane. Unter dem Namen »DoLast-Hebezeuge« werden Traversen, C-Haken, Ladegabeln, Zangen, Winden und Greifer vertrieben.

Überall dort, wo Lasten im Betrieb, auf der Baustelle, auf der Straße, der Schiene, zu Wasser oder in der Luft zu heben, zu transportieren oder zu sichern sind, kommen Produkte aus einem Vollsortiment von über 20.000 Artikeln zum Einsatz.

Die enorme Vielfalt bildet die große Vielfalt der Kundenbedürfnisse ab: Da es im Alltag keine universell einsetzbaren Hilfsmittel gibt, sondern nur lauter Spezialanwendungen, besteht die Strategie in der Abdeckung der gesamten Palette sowie in kundenorientierter Entwicklungsarbeit. Wartung, Prüfung und Reparatur, Seminare und Schulungen runden das ausgesprochen komplexe Angebot ab.

Neben dem Mutterhaus in Dortmund bestehen Tochterunternehmen in Polen, in der Schweiz und in China. Insgesamt werden rund 370 Mitarbeiter beschäftigt, davon 140 am Stammsitz. Zu den Kunden im In- und Ausland zählen Konzerne wie Stahl- und Röhrenproduzenten, Automobilhersteller und Energieversorger, international operierende Handelshäuser sowie vor allem mittelständische Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe.

Dolezych nimmt sich beim Generalthema Sicherheit auch selbst in die Pflicht. 1996 wurde das Qualitätsmanagement-System nach DIN ISO 9001 zertifiziert und die fachgerechte Herstellung der Produkte (»Modul D«) bestätigt. 2001 erfolgte die Zertifizierung des Umweltmanagement-Systems nach ISO 14001.

Als Obmann der deutschen Ausschüsse für die europäische Normung TEX/CEN-Z (Zurrgurte) und TEX/CEN-CH (Chemiefaserhebebänder) ist Udo Dolezych an der Schaffung europaweit gültiger Qualitätsstandards für Hebebänder/Rundschlingen und Zurrgurte beteiligt. Diese Tätigkeit sowie zahlreiche Kooperationen mit Universitäten und Fachhochschulen, Verbänden und Institutionen gewährleisten den letzten Stand bei Technik und Qualität. Ein Beispiel sind die »Dolezych-Einfach-Methoden« für richtige Ladungssicherung, die zusammen mit der Hochschule Bremerhaven entstanden und entscheidend zu mehr Ladungssicherheit beigetragen haben.

Ein spektakulärer Einsatz fand 1995 in Berlin im Rahmen der Reichstagsverhüllung von Christo und Jeanne-Claude statt. Um die Stoffbahnen auf dem Dach und auf den Außenwänden zu halten, wurden Zurrgurte von Dolezych benutzt, die sonst Ladungen auf Lastwagen, auf Güterzügen oder in Flugzeugen sichern: 2.340 Gurte mit einer Reißfestigkeit von 2, 10, und 20 Tonnen in 25, 50 und 75 mm Breite, bis zu 50 m lang, wurden speziell angefertigt.

Insgesamt wurden wurde 25 Kilometer Gurtband in blauer Farbe gebraucht, wobei die Gurte kreuz und quer um Metallstützen führten, die als Verankerungen durch Decken und Wände getrieben wurden. Da der Reichstag innen vollständig im Umbau war, waren die Eingriffe vertretbar. Auch die Stützen selbst wurden mit Zurrgurten gesichert. Vorspannkräfte, die bei der Montage vorgegeben wurden, wurden mit der »DoMulti-Ratsche« erreicht und mit dem »DoMess-Zurrspannmessgerät« überprüft. Erst als die aufwendigen Vorarbeiten verrichtet, die Bahnen auf dem Dach mit den Gerüsten und das Gerüst selbst sicher verzurrt waren, konnte die eigentliche Reichstagsverhüllung beginnen.

Jüngste Idee ist ein Ladungssicherungsnetz unter dem Namen »Do-Kep«, das mit dem Expressdienstleister TNT für Nutzfahrzeuge der »Sprinter-Klasse« entwickelt wurde, da ungesicherte Ladung bei Unfällen mit Kleintransportern oft eine Rolle spielt. Die Gründe sind Zeitmangel, zu verschiedene Ladegüter, nicht vorhandene Zurrpunkte und falsche Zurrmittel.

www.dolezych.de