Dommer Stuttgarter Fahnenfabrik GmbH

150 Jahre Markterfolg

Die Dommer Stuttgarter Fahnenfabrik GmbH begeht ihr 150-jähriges Firmenjubiläum. Das Unternehmen hat seine Wurzeln in einem 1852 von Wilhelm Keßler gegründeten Mützenfachgeschäft, das Albert Dommer 1892 übernahm, sowie in der 1886 gegründeten Stuttgarter Fahnenfabrik und Kunststickerei-Anstalt Böbel & Michelfelder, die 1961 erworben wurde.

Beide Unternehmen boten beste handwerkliche Qualität. 1890 erhielt Böbel & Michelfelder die goldene Medaille auf dem Gebiet der Kunststickerei und wurde von Wilhelm II. von Württemberg, für dessen Haus kostbare Kleiderstickereien hergestellt wurden, zum Königlich-Württembergischen Hoflieferanten ernannt. Dieselbe Auszeichnung für Mützen-Dommer folgte 1901. Bereits damals bestanden enge Geschäftsbeziehungen.

1949 wurde nach schweren Kriegsschäden am alten Sitz neu eröffnet. In den Nachkriegsjahren baute Rolf Dommer Beziehungen zur amerikanischen Verwaltung auf, zuerst mit Mützen und Abzeichen, später mit Uniformteilen, Pokalen und Medaillen. Neben dem Einzelhandel mit Hüten, Mützen, Herrenartikeln und Uniformeffekten florierten die Herstellung von Mützen und der Großhandel für den zivilen Bereich, einschließlich Polizei und Feuerwehr.

1961 erhielt Mützen-Dommer seinen ersten Auftrag aus Afrika, von der Elfenbeinküste, deren Polizei und Militär mit Kopfbedeckungen zum Unabhängigkeitstag auszustatten war. Lieferaufträge für Sportartikel und -bekleidung, Medaillen und Abzeichen folgten. Dies war der Einstieg ins internationale Sportartikelgeschäft.

1972 stattete Dommer bei den Olympischen Spielen in München erstmals Athleten aus Ghana mit Sportsachen aus. Damals entstand Kontakt zum nigerianischen olympischen Komitee und seinen Sportverbänden, der bis heute andauert. Seither nimmt Dommer regelmäßig an Olympiaden sowie an nationalen und internationalen Sportevents teil. Inzwischen bietet die Firma von Pokalen über Medaillen bis zur offiziellen Bekleidung und Ausrüstung der Teilnehmer eine komplette Sportartikelpalette.

In den Folgejahren verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Herstellung und den Verkauf von Fahnen und Fahnenmasten an Unternehmen. 1989 trat Sylvia Dommer in 4. Generation in das Traditionsunternehmen ein. Für den europäischen Markt erfolgte 1990 die Zusammenfassung der Stuttgarter Fahnenfabrik und Kunststickerei-Anstalt Böbel & Michelfelder mit Mützen-Dommer zur Dommer Stuttgarter Fahnenfabrik. Die weitere Expansion basierte auf der zunehmenden Bedeutung von Fahnen und Werbecaps für das Marketing von Unternehmen. Zugleich entwickelten sich Innendekorationen mit Dekorationsfahnen und Displays zu einem wachsenden Geschäftsfeld. 1994 fertigte die Fahnenfabrik über 100.000 Baseballcaps anlässlich des 1. Weltmeistertitels von Michael Schumacher. 1998 kam eine neue Musterfertigung hinzu.

1996 erfolgte im Zuge des Generationswechsels die Änderung der Rechtsform in Dommer Stuttgarter Fahnenfabrik GmbH mit den geschäftsführenden Gesellschaftern Sylvia Dommer-Kroneberg und Dr. Manfred Kroneberg. Die Firma Mützen-Dommer, geleitet von Seniorchef Rolf Dommer, betreut nach wie vor internationale Sportgroßveranstaltungen für den afrikanischen Raum, vor allem für Nigeria. Die Fahnenfabrik beschäftigt rund 40 Mitarbeiter in der Zentrale sowie über 80 in der angeschlossenen Produktion.

www.dommer.de