Eberspächer Unternehmensgruppe

Neuer Rekordumsatz

Die mit 95 % Umsatzanteil hauptsächlich als Automobilzulieferer tätige Unternehmensgruppe Eberspächer, Esslingen, meldet unverändert starkes Wachstum. Mit 2,5 Mrd. DM und einem Plus von 30 % brachte das Geschäftsjahr 2000 einen neuen Rekordumsatz. Nach den Worten des Geschäftsführenden Gesellschafters Hans Eberspächer werde es 2001 jedoch »Bremsspuren der bisherigen Dynamik« geben, da man vor erheblichen Investitionen stehe, um im globalen Wettbewerb weiter zur Spitzengruppe zu zählen.

Mit Komponenten und Systemen in Abgastechnik und Fahrzeugheizungen wurde zuletzt ein Umsatzplus von 32 % auf 2,38 Mrd. erzielt. Mit ursächlich für den starken Anstieg sind die sehr verteuerten Edelmetalle der Katalysatoren, die deren Wert zwar erhöhen, als durchlaufende Posten aber keine eigene Wertschöpfung darstellen. Der Geschäftsbereich Hochbau konnte seine Talfahrt beenden und verzeichnete unverändert 120 Mio. DM Umsatz. Das Auslandsgeschäft der Gruppe erreichte mit 1,02 Mrd. DM einen Anteil von 41 %. Davon wurden 708 Mio. DM im Ausland produziert.

Gut entwickelt hat sich mit 2,67 Mrd. DM auch der Auftragseingang. Die hohe Auslastung im Automobilgeschäft erhöhte den Personalstand auf 4.730 (Vorjahr: 4.670). Da die Erträge nicht dem Umsatz entsprechend stiegen, sank die Rendite mit 1,3 % nach Steuern leicht unter das Vorjahresniveau von 1,5 %. Investiert wurden 83 Mio. DM, knapp 9 % mehr als im Vorjahr. Dem standen Abschreibungen von 66 Mio. DM gegenüber. 2001 wird deutlich mehr investiert, vornehmlich zugunsten des »Tech Center Detroit«, neuer Firmensitz der »Eberspächer North America Inc.« und Entwicklungszentrum mit Simulation, Konstruktion, Musterbau und Erprobung. Auch die PKW-Aktivitäten des nordamerikanischen Tochterunternehmens für Fahrzeugheizungen, ESPAR, werden dort integriert. Für das laufende Jahr rechnet die Unternehmensgruppe (ohne Durchlaufposten) mit einem realen Wachstum von rund 5 %. Ende 2001 werden über 5.000 Mitarbeiter beschäftigt sein.

Angesichts weltweit ausreichender Fertigungskapazitäten für Abgastechnik agiert Eberspächer international mit renommierten lokalen Firmen, die Produkte im Auftrag fertigen und »just-in-time« liefern. Zusammen mit den eigenen Produktionsstandorten zählt der Geschäftsbereich Abgastechnik inzwischen 13 Tochterfirmen und Beteiligungen weltweit. Ein neues Entwicklungsbüro bei Paris betreut den Kunden Renault, zu dessen Hauptlieferanten Eberspächer inzwischen gehört. Hier gehen mehrere große Projekte in den nächsten zwei Jahren in Serie. Im Werk Rakovnik, Tschechien, werden im Laufe des Jahres die Fertigungskapazitäten für komplette PKW-Abgassysteme erhöht. Mitte 2000 kam das Montagewerk »Eberspächer Exhaust Systems« in East London, Südafrika, hinzu. In Brasilien wurde mit dem Joint-Venture »Eberspächer Tuper Sistemas de Exaustao« (nahe Curitiba) ein Standbein geschaffen, um Kunden wie Renault und DaimlerChrysler auf direktem Wege zu beliefern.

Bei weit über 500.000 verkauften Fahrzeugheizungen, knapp die Hälfte davon programmierbare Standheizungen, hatten die Zuheizer zum Ausgleich des Heizdefizits verbrauchsoptimierter (Diesel-)Motoren stärksten Zuwachs. Mit dem Angebot zweier Zuheizsysteme (brennstoffbetrieben sowie elektrische Zuheizer des Tochterunternehmens catem GmbH und & Co, Landau) ist Eberspächer in einem starken Wachstumsmarkt erfolgreich. Für die Fertigung elektrischer Zuheizer errichtet catem in der Pfalz ein neues Werk mit über 4.000 qm Produktionsfläche. In der Erstausrüstung (OEM) intensiviert Eberspächer die Kooperation mit Klimasystemherstellern; diese bilden neben den Autoherstellern (insbesondere BMW, Audi und Mercedes Benz) die zweite wichtige Kundengruppe. Eberspächer arbeitet in mehreren Projekten an der Unterschreitung der verschärften Abgasnormen und an der Abgas-Nachbehandlung von Direkteinspritzer-Diesel- sowie Otto-Motoren. Außerdem nehmen Aufgabenstellungen im Hinblick auf Thermomanagement-Systeme weiter zu.

www.eberspaecher.de