Fischer Holding GmbH & Co. KG

Stark im Ausland

Die 1948 von dem gelernten Schlosser Artur Fischer gegründete Fischer Holding GmbH & Co. KG, Waldachtal, schloss im Geschäftsjahr 2006 mit einem konsolidierten Umsatz von 493 Mio. Euro, knapp 8 % über dem Vorjahreswert von 457 Mio. Euro. Seine Alleinstellung erreichte der Hersteller von Befestigungstechnik unter anderem durch aktive, international ausgerichtete Schutzrechtepolitik. So besitzt Fischer branchenweit die meisten Europäischen Technischen Zulassungen (ETA). Das Familienunternehmen beschäftigt insgesamt 3.500 Mitarbeiter, davon 1.900 in Deutschland. Der Vorsitz der Geschäftsführung wird von Inhaber Klaus Fischer ausgeübt, der seit 1976 als Technischer Geschäftsführer und seit 1980 als Gesamtgeschäftsführer tätig ist.

Zur Umsatzsteigerung trugen alle vier Unternehmensbereiche (fischer Befestigungstechnik, fischer automotive systems, fischertechnik, fischer Prozessberatung) bei. In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres verzeichneten die Befestigungsspezialisten erneut zweistellige Wachstumsraten sowie eine zufriedenstellende Auftragslage im Automotive-Bereich. Hier beliefert der Erfinder des S-Dübels (1958) die führenden Automobilhersteller mit Klimakomponenten für den Fahrzeuginnenraum.

Weiterer Wachstumstreiber war die Gründung acht neuer Landesgesellschaften in Singapur, Russland, Mexiko, Norwegen, Schweden, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ungarn und Australien. Damit verfügt das Traditionsunternehmen, das in sieben Ländern produziert und in über 100 Länder exportiert, derzeit über 26 Auslandsniederlassungen. Bis 2010 sollen 14 weitere Gesellschaften in Amerika (USA und Kanada), Europa, Südafrika sowie in Süd- und Ost-Asien hinzukommen.

Der Geschäftsbereich Befestigungstechnik ist als Marktführer in der Dübeltechnik nach wie vor der bedeutendste Umsatzträger. Nylon-, Stahl- und chemische Befestigungen erreichen in Deutschland Anteile von über 30 %. Indessen werden rund 75 % des Umsatzes im Ausland generiert.

Im zweiten Quartal 2007 brachte die Gruppe erstmals ein Sortiment für den vorbeugenden Brandschutz heraus. Das neue Programm »FIRE STOP« (Brandabschottungen mit System) umfasst Rohr-, Kabel- und Kombiabschottungen sowie die Vermörtelung von Brandschutzklappen. Eingesetzt werden die neuen Bauteile mit einer vorgegebenen Feuerwiderstandsdauer bei der Führung von Kabeln und Rohren durch Wände und Decken. Aufgabenspektrum ist die zuverlässige Verhinderung von Rauch- und Brandausbreitung durch Brandwände und Branddecken in Gebäuden.

Klaus Fischer will das interne »ProzessSystem« zur kontinuierlichen Verbesserung von Geschäftsprozessen in allen Bereichen forcieren. Ziele sind, in Produktion und Vertrieb flexibel sowie sehr nah am Kunden zu sein. Um in Topqualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zu liefern, wird Verschwendung durch Überproduktion und hohe Lagerbestände vermieden. Bei alledem sollen die deutschen Standorte gesichert und weiter entwickelt werden.

www.fischer.de