Gabor Shoes AG

Auf flotten Sohlen

Die 1949 gegründete Gabor Shoes AG, Rosenheim, begeht ihr 50jähriges Firmenjubiläum bei anhaltend gutem Geschäftsverlauf. 1998 wurde trotz rezessiver Marktentwicklung mit 6,22 Mio. Paar Schuhen ein neuer Absatzrekord erreicht. Die Umsätze stiegen um 7,9 % auf 434 Mio. DM (Vorjahr: 402,1 Mio. DM). In absehbarer Zeit soll bei einem angestrebten Absatz von 7 Mio. Paar Schuhen die Umsatzmarke von 500 Mio. DM übersprungen werden. Als richtig erwiesen habe sich die konsequent international angelegte Strategie. Motor des über dem Branchenschnitt liegenden Wachstums waren mit einem Plus von 17,6 % erneut die Auslandsmärkte, die mit einem Anteil von 36,4 % insgesamt 157,9 Mio. DM (Vorjahr: 134,3 Mio. DM) zum Umsatz beitrugen, während im Inland bei rückläufiger Markttendenz um 3,1 % auf 276,1 Mio. DM (Vorjahr: 267,8 Mio. DM) zugelegt werden konnte. Die Tagesproduktion in den sechs europäischen Produktionsstätten am Stammsitz in Rosenheim, in Spittal (Österreich), Silveiros und Trofa (Portugal) sowie in Banovce und Liptovsky (Slowakei) liegt bei rund 30.000 Paar Schuhen. Beschäftigt werden derzeit 3.512 Mitarbeiter, 234 mehr als 1998.

Gemessen am Umsatz sieht sich das Unternehmen nach den Worten seines Vorstandsvorsitzenden Joachim Gabor seit rund 20 Jahren als deutscher Marktführer im Segment modischer Damenschuhe. Wesentlich für den Ausbau dieser Spitzenposition seien die Markenstärke und die Ertragskraft der Marke für den Handel. Laut Demoskopie kennen rund zwei Drittel aller deutschen Frauen Gabor.

Im Schuhfachhandel nehme die Konzentration weiter zu, während die Zahl der Discounter steige, so daß vor allem der Preiswettbewerb zunehme. Andererseits komme Gabor der Trend zu »mehr Klasse als Masse« entgegen. Das Preissegment von 100 bis 200 DM mit einem Schwerpunkt bei 160 DM mache in Deutschland zwar nur ein Viertel der Menge, aber die Hälfte des Umsatzes aus. Im Rahmen des 1997 vorgestellten »Shop & Store«-Konzepts wurden inzwischen 65 Projekte im In- und Ausland realisiert. 1999 kommen voraussichtlich 25 neue Outlets hinzu. Trotz des scharfen Wettbewerbs und der sinkenden Kaufbereitschaft für Kleidung und Schuhe werden Wachstumspotentiale vor allem in Großbritannien, Benelux, in der Schweiz, Österreich und Skandinavien gesehen. Zudem sollen neue Märkte in Osteuropa, Ozeanien und Asien erweitert und erschlossen werden. Der Auslandsanteil soll mittelfristig auf 40 %, langfristig auf 50 % steigen. Weiteres Wachstum wird aus dem Ausbau des Herrenschuh-Angebotes erwartet, das im vergangenen Herbst erfolgreich eingeführt wurde. Die Marken-Bekanntheit erreiche bereits 37 %.

Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Werke und des global operierenden Einkaufs sollen weiter verbessert werden. In den letzten zehn Jahren wurden hier 150 Mio. DM investiert. 1999 sind 16,5 Mio. DM (Vorjahr: 10,5 Mio. DM) für innovative Fertigungstechnik und Kommunikations-Technologien vorgesehen. In Werbung und Verkaufsförderung fließen 16,4 Mio. DM (Vorjahr: 12 Mio. DM). Ein Maschinenpark auf dem neuesten Stand sei zwar wichtig, jedoch noch kein Erfolgsgarant. Erst die traditionell praktizierte Qualifikation und systematische Fortbildung der Mitarbeiter sichere den hohen Qualitätsanspruch des Hauses.

www.gabor.de