Greiffenberger AG

Großauftrag für Tochterfirma

Die Greiffenberger AG, Marktredwitz, hat ihre planmäßig hohen Investitionen 2002 trotz schwacher Konjunktur und einem leichten Konzernverlust im Planungszielkorridor durchgehalten. Unter dem Vorzeichen, dass das letzte Geschäftsjahr für den Investitionsgüterbereich extrem schwierig war, sank der Umsatz der Gruppe um 8,5 % auf 130,5 Mio. EUR. Die Ergebnissituation wurde durch aktives Kostenmanagement auf einen Betrag nahe Null begrenzt. Bei insgesamt weitgehend beibehaltenem Personalbestand wurden die Kosten in den Tochterfirmen durch Abbau von Arbeitszeitkonten und teilweiser Kurzarbeit deutlich an die vorübergehenden Umsatzrückgänge angepasst. Der Auftragseingang gab 2002 mit 120 Mio. EUR um 12,0 % nach. Wegen des Verlustabschlusses wird keine Dividende vorgeschlagen. Eine kurzfristige Ergebnisoptimierung zu Lasten künftiger Leistungsfähigkeit wurde nicht angestrebt.

Während der Gesamtumsatz im ersten Quartal 2003 noch um 16,0 % unter dem Vorjahr lag, erbrachte der Auftragseingang ein sensationelles Plus von 59,1 %. Die im Air Engineering tätige Tochterfirma Wiessner GmbH, Bayreuth, warb bei einem Zellstoffwerk in Sachsen-Anhalt den größten Auftrag ihrer Unternehmensgeschichte ein. Bei abrechnungsbedingt sehr niedrigen Umsätzen im ersten Quartal (wie im Anlagenbau üblich) ist damit eine ausgezeichnete Beschäftigungsbasis für das laufende Geschäftsjahr gegeben.

Bei der ABM Greiffenberger Antriebstechnik GmbH, Marktredwitz, blieb der Auftragseingang ähnlich niedrig wie im Vorjahresquartal. Hier spiegelt sich die schwache Marktsituation im Investitionsgüterbereich wider. Die Auslastung der belieferten Maschinenbaustammkunden ist allgemein unerfreulich. Demgegenüber war die Akquise erfolgreich, steht aber auch unter dem Vorbehalt, dass die gewonnenen Neukunden ihre Umsatzpläne realisieren können.

Bei der J. N. Eberle & Cie. GmbH, Augsburg, stieg der Auftragseingang im ersten Quartal um 36,8 % auf 7,8 Mio. EUR, so dass sich die Auslastung gegenüber dem schwachen ersten Quartal 2003 verbessert. Die BKP Berolina Polyester GmbH, Berlin, steigerte ihren Umsatz um 27,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal, während der Auftragseingang im ersten Quartal um 7,1 % unter dem Vorjahresquartal lag.

Der Gründer und Alleinvorstand der Greiffenberger Gruppe, Heinz Greiffenberger (65), wechselt zum Ende der nächsten Hauptversammlung am 25. Juni 2003 vom Vorstand in den Aufsichtsrat und wird dort den Vorsitz übernehmen.

Als Nachfolger wurde sein ältester Sohn Stefan Greiffenberger (37) vorgeschlagen, der nach einstimmiger Befürwortung durch den Aufsichtsrat ebenfalls am 25. Juni zum neuen Alleinvorstand bestellt werden wird. Stefan Greiffenberger ist bereits seit fünf Jahren als kaufmännischer Geschäftsführer der Tochterfirma J. N. Eberle & Cie. GmbH, Augsburg, tätig und leitet zugleich für die gesamte Greiffenberger-Gruppe den Bereich »Finanzen und Controlling«. Nach Banklehre und wirtschaftswissenschaftlichem Studium hatte er zunächst außerhalb der Unternehmensgruppe als Geschäftsleitungsassistent, Sanierungsmanager und  als Unternehmensberater gearbeitet.

Im Zuge der Nachfolge wurde das Aktienpaket der Familie Greiffenberger an der Greiffenberger AG in Höhe von 61,34 % der Anteile aus steuerlichen Gründen in eine Familien-Holding eingebracht. Die Satzung der Holding gewährleistet auch künftig eine einheitliche Willensbildung für die Aktien in Familieneigentum.

www.greiffenberger.de