Harting KGaA

Zweistelliges Wachstum

Die 1945 von Wilhelm und Marie Harting als Wilhelm Harting Mechanische Werkstätten gegründete HARTING Technologiegruppe, Espelkamp, erwirtschaftete zuletzt Umsätze von 313 Mio. Euro, ein Plus von 17,2 %. Das europäische Ausland war mit 38 % (119 Mio. Euro) größter Absatzmarkt, gefolgt von Deutschland mit 37,2 % (117 Mio. Euro) und Asien mit 14,2 % (44 Mio. Euro). Maßgeblich für den starken internationalen Ausbau der Aktivitäten war das exzellente Geschäft mit Steckverbindern, Systemkomponenten und Lösungen wie Verkabelungs- und Leiterplattensystemen.

Das vom persönlich haftenden Gesellschafter Dietmar Harting gemeinsam mit Ehefrau Margit als generalbevollmächtigter Gesellschafterin in zweiter Generation geführte Familienunternehmen ist auf das Marktsegment »Connectivity & Networks« mit den Schwerpunkten Industrie, Telekom und Medizintechnik konzentriert.

In der industriellen Kommunikation und in der Energievernetzung wird ein komplettes Infrastrukturprogramm für »Industrial Ethernet« angeboten. 2005 führte ein Einbruch des Geschäfts mit Tabakwaren-Verkaufssystemen zu Umsatzrückgängen, die jedoch durch eine Neuausrichtung mehr als kompensiert wurden. Indessen bleibt der Geschäftsbereich »Transportation« einer der Hauptmärkte. Im Mai 2006 erhielt HARTING als weltweit erstes Unternehmen das Qualitätszertifikat IRIS (»International Railway Industry Standard«), eine neue Norm für internationale Qualitätsstandards der Bahnindustrie.

Zudem hat die Firmengruppe ihre interne Vertriebsstruktur mit der Offensive »One Face to the Customer« optimiert. Die Umstellung verfolgt eine Vermarktung aller Produkte »aus einer Hand« und erreicht damit eine bessere Steuerung der Kundenkontakte. Darüber hinaus vollzieht HARTING den Wandel zum Systemlieferanten.

In Anbetracht von zehn Produktionsstätten in Deutschland, der Schweiz, Großbritannien, Rumänien, in den USA und in China wurden Arbeitsplätze im In- und Ausland geschaffen. Die Zahl der Mitarbeiter stieg weltweit um 14,4 % auf 2.434. Mit der Schaffung von 64 Arbeitsplätzen in Espelkamp und Minden unterstrich HARTING seine Verantwortung als bedeutender regionaler Arbeitgeber.

Der Ausbau der ausländischen Märkte bleibt ein strategisches Ziel. 2006 nahm die neue Tochtergesellschaft in Indien ihre Tätigkeit auf. 2007 wird im asiatischen Zhuhai ein weiteres Werk in Betrieb genommen. HARTING investiert seit der Gründung der ersten europäischen Tochter in Frankreich im Jahr 1979 in die Internationalisierung und verfügt heute über Niederlassungen in 25 Ländern. Die Aufwendungen für Maßnahmen zur Zukunftssicherung (Investitionen sowie F&E) wurden um 20,5 % erhöht.

Philip F. W. Harting trat 2005 in dritter Generation als »Managing Director Asia« in das Familienunternehmen ein. Maresa W. M. Harting übernahm die Vorstandsfunktion Finanzen, Controlling und Steuern.

www.harting.de