Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA

1999 mit Rekordergebnis

Die Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KgaA, Frankfurt, hat auf allen drei Kerngeschäftsfeldern – „Financial Consulting“, „Asset Management“ und „Corporate Finance“ ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr erlebt. Das für Kunden betreute Wertpapiervolumen stieg um 25 % von 9,5 Mrd. auf knapp 13 Mrd. €. Das Beratungsvolumen wuchs um 34 %. Die Quote der Vermögensverwaltungsmandate erhöhte sich auf über 20 %. Das Vermittlungsergebnis im Nicht-Wertpapierbereich legte um 25 % zu.

Das Fondsgeschäft wuchs durch neue Spezialfonds und kräftige Aufstockungen bestehender Sondervermögen um 51 % auf 8,2 Mrd. €. Insgesamt wurden 108 Sondervermögen verwaltet. Die Zahl betreuter Spezialfonds erhöhte sich von 41 auf 50. Einen Schwerpunkt in die­sem Geschäftssegment bilden 25 „Private Label Fonds“, für die unabhängige Vermögensverwalter als Berater fungieren. Zudem verwaltet die Bank sieben hauseigene Fonds. Das Geschäft der Luxemburger Tochtergesellschaft Hauck & Aufhäuser Investment Gesellschaft S.A. verlief mit elf hauseigenen Fonds und 15 „Private Label Fonds“ ebenfalls sehr positiv.

Im Bereich „Corporate Finance“ waren Hauck & Aufhäuser überwiegend in der Emissionsberatung sowie in der Beteiligungsvermittlung tätig. 1999 wurden sowohl die Beratung und Strukturierung vorbörslicher Finanzierungen als auch die Mitwirkung in Emissionskonsortien verstärkt. Sechs Neuemissionen wurden begleitet. Der weitere Ausbau dieses Bereiches wird mit Nachdruck betrieben.

Dass vor allem professionelle Beratung sowie qualifizierte Dienstleistung und nicht die Bereitstellung von Krediten bzw. Darlehen im Vordergrund stehen, zeigt sich im Verhältnis von Provisions- und Zinsüberschuss, das bei nahezu 3:1 liegt. Mit 47,0 Mio. € stieg der Provisionsüberschuss um 28,5 %. Trotz Zurückhaltung im Kreditgeschäft nahmen die Ausleihungen an Kunden von 370 Mio. auf 447 Mio. € zu. Die Nettoposition „Risikovorsorge“ lag mit 5,0 Mio. € leicht unter Vorjahr. Dem Fond für allgemeine Bankrisiken wurden erstmals 1,5 Mio. € zugeführt.

Das haftende Eigenkapital wurde auf Beschluss der Hauptversammlung Mitte Mai durch Rücklagenzuführung um 5 Mio. auf 80 Mio. € erhöht. Die Dividende verbesserte sich von 20 auf 28 % (4,4 Mio. €, Vorjahr: 3,1 Mio. €). Die Eigenkapitalrendite vor Steuern liegt – bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital von 49 Mio. € – mit 45 % (Vorjahr: 30 %) deutlich über dem Bankendurchschnitt. Mitarbeiterproduktivität und Bruttoertrag je Mitarbeiter lagen trotz der stichtagsbezogen nochmals um 6 % auf 345 (exkl. Tochtergesellschaften) gestiegenen Beschäftigtenzahl um fast 25 % über dem Vorjahreswert. Im Zuge der starken Geschäftsausweitung nahm auch der Verwaltungsaufwand zu: Die Personalkosten stiegen – unter anderem durch Gewinnbeteiligungen – von 25,9 Mio. auf 29,0 Mio. €. Der Sachaufwand wuchs von 11,7 Mio. auf 14,1 Mio. €.

Dank der günstigen Geschäftsentwicklung stieg das Betriebsergebnis um knapp 67 % auf 18,6 Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern legte um 87,3 % auf 21,9 Mio. €  zu. Der Jahresüberschuss erhöhte sich – inklusive Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken – um 97 % auf 10,9 Mio. €. Auch die Tochtergesellschaften erzielten wieder sehr gute Ergebnisse. Da deren Erträge jedoch mehr als bisher zur inneren Stärkung in den Gesellschaften verblieben, spiegelt sich das tatsächlich deutlich bessere Ergebnis in dem ausgewiesenen Betrag von 2,6 Mio. € (Vor­jahr: 3,5 Mio. €) nicht wider.

Die positive Geschäftsentwicklung hielt auch im ersten Quartal 2000 an. Die Bank erzielte das bislang beste Vierteljahresergebnis ihrer Geschichte: Der Zinsüberschuss lag 24,9 % über der Vorjahresquote, die Provisionsüberschüsse steigerten sich um 77,5 %. Das betreute Wertpapiervolumen einschließlich der Luxemburger Tochtergesellschaften belief sich auf über 15 Mrd. €. Im Bereich „Corporate Finance“ wurden doppelt so viele Mandate wie im Vorjahreszeitraum wahrgenommen.

Hauck & Aufhäuser zählt zu den wenigen unabhängigen Privatbanken in Deutschland und blickt auf über 200 Jahre Tradition zurück. Die Bank mit Standorten in Frankfurt und München konzentriert sich auf vermögende Privatanleger, Unternehmer und institutionelle Anleger. 1998 hatten sich die Bankhäuser Georg Hauck & Sohn in Frankfurt sowie H. Aufhäuser in München zu Hauck & Aufhäuser Privatbankiers zusammengeschlossen. Tochtergesellschaften gibt es in Luxemburg und in der Schweiz. Persönlich haftende Gesellschafter sind Prof. Dr. Jörg-E. Cramer, Peter Gatti, Dr. Alfred Junker und Helmut Schreyer.

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