Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA

Gute Eigenkapitalrendite

Hauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA, Frankfurt, bezeichnet das Ergebnis im Geschäftsjahr 2002 angesichts des schwierigen Marktumfeldes noch als zufriedenstellend. Professor Dr. Jörg-E. Cramer, persönlich haftender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsleitung, begründete das positive Gesamturteil mit der Stimmigkeit des Geschäftsmodells »Privatbankiers«.

Die Eigenkapitalrendite nach Ertragsteuern – bezogen auf das von 67,3 Mio. auf 73,3 Mio. Euro erhöhte durchschnittlich ausgewiesene Eigenkapital – blieb 2002 mit 10,9 % zweistellig. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge verringerte sich auf 16,7 Mio. Euro (Vorjahr 25,3 Mio. Euro). Der Bilanzgewinn verminderte sich von 11,8 Mio. auf 8,2 Mio. Euro. Im Zuge der Börsenflaute und der Verlagerung vom Aktien- zum ertragsschwächeren Rentengeschäft sank der Provisionsüberschuss um rund 18 % auf 38,7 Mio. Euro und blieb damit hinter den Ergebnissen früherer Jahre zurück. Die restriktive Risikopolitik, das niedrige Zinsniveau sowie die Verringerung der Zinsmarge bewirkten, dass auch der Zinsüberschuss mit 27,3 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lag.

Der Verwaltungsaufwand unterschritt das Vorjahresniveau mit nun 51,7 Mio. Euro deutlich. Hier wirkte sich der niedrigere Personalaufwand aus, der sich trotz des um 5 % gewachsenen Personalbestands auf 31 Mio. Euro ermäßigte, wofür vor allem der Rückgang der erfolgsabhängigen variablen Vergütungen ursächlich war. Die Sachkosten und Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen um knapp 2 % auf 20,7 Mio. Euro.

Die Bank hat wie stets alle Möglichkeiten genutzt, Vorsorge im Hinblick auf etwaige Risiken zu treffen. Indessen übertraf der Saldo für Wertberichtigungen und Abschreibungen die Vorjahresbeträge deutlich. Durch die schon Anfang 2002 geplante Halbierung der Beteiligung an der Deutsche Börse AG sowie durch Abschluss der Verkaufsverhandlungen zur Konzernbeteiligungsgesellschaft TMW wurde ein wesentlicher Teil der Risikovorsorge ausgeglichen.

Im Zuge des schärferen Wettbewerbs haben Hauck & Aufhäuser ihre strategische Ausrichtung neu justiert und ihre Aufbauorganisation darauf abgestimmt. Die im laufenden Jahr erzielten Akquisitionserfolge bestätigen das Geschäftsmodell. So wurden nicht nur zahlreiche neue Privat- und Unternehmerkunden hinzu gewonnen. Auch im Segment »Corporate Finance« wurden vor allem mit »Mergers & Acquisitions« bemerkenswerte Erfolge erzielt. Der neu strukturierte Bereich Institutionelle Kunden startete ebenfalls vielversprechend.

Die Beratungskapazitäten wurden nochmals erhöht, so dass die Zahl der Beschäftigten von 380 auf 399 stieg. Im Konzern waren zuletzt 510 Menschen tätig (Vorjahr: 476). Die Perspektiven für 2003 werden eher verhalten eingeschätzt, wobei eine allmähliche Geschäftsbelebung mit erneut zufriedenstellendem Ergebnis erwartet wird.

Hauck & Aufhäuser zählen mit 70 % privaten und 30 % institutionellen Anteilseignern zu den wenigen unabhängigen Privatbanken in Deutschland und blicken auf eine über 200 Jahre währende Tradition zurück. Die Bank mit Standorten in Frankfurt am Main und München konzentriert sich auf vermögende Privatanleger, mittelständische Unternehmer und institutionelle Kunden. Tochtergesellschaften gibt es in Luxemburg und in der Schweiz.

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