Herma GmbH

100 Jahre sicherer Halt

Die 1906 von Heinrich Hermann gegründete Herma GmbH, Stuttgart, feiert ihr 100-jähriges Jubiläum. Das Familienunternehmen ist mit 800 Mitarbeitern in drei Geschäftsbereichen tätig und erwirtschaftete mit Haftmaterialien, Etiketten und Etikettiermaschinen an drei Stuttgarter Standorten einen Jahresumsatz von 166 Mio. Euro. Die operative Verantwortung liegt bereits seit 1982 in den Händen von Fremdmanagern. Derzeit zeichnen Manfred Minich als Vorsitzender der Geschäftsführung und Dr. Thomas Baumgärtner verantwortlich.

Vor dem Hintergrund der europäischen Technologieführerschaft in der Herstellung von Haftmaterial erreicht der Exportanteil 46 %. Meilensteine waren die Gründungen der fünf Tochterfirmen in Frankreich, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden sowie die Beteiligungen in Deutschland (Herma Denkendorf GmbH) und Singapur (Herma KDC Singapore PTE Ltd). Während Endverbraucher Herma insbesondere als Hersteller von Etiketten kennen, ist das Industriegeschäft, etwa mit Haftmaterial, inzwischen viel bedeutender. Auf diesem Gebiet wird seit Jahren regelmäßig zweistelliges Wachstum generiert.

Firmengründer Hermann legte 1926 mit seiner Erfindung der Fotoecke den Grundstein für den Erfolg. Nach dem zweiten Weltkrieg war die Heinrich Hermann Papierwarenfabrik das erste deutsche Unternehmen, das selbstklebende Etiketten, beispielsweise in Form kleiner Preisschildchen, produzierte. Eine weitere Pioniertat bestand in der Markteinführung von Haftklebern, die unter anderem die Kennzeichnung von sehr heißen Chemiefässern, von Behältern, die mit Meerwasser in Berührung kommen, sowie von schwer etikettierenden Untergrundmaterialien erlaubt.

Im Sinne einer anderen Speziallösung wurde ein Verschlussetikett für die sensiblen Elektronikbauteile eines Automobilherstellers entwickelt. Außerdem entstanden »Smart Labels«, Etiketten mit integriertem Chip in papierdünner Bauform, die zur Entwicklung effizienter Logistik- und Mehrwegsysteme beitragen. Nach Einweihung des neuen Logistik-Zentrums im Frühjahr 2004, das Investitionen von 15 Mio. Euro erforderlich machte, entsteht nun in Filderstadt bis Mitte 2007 die weltweit modernste Beschichtungsanlage für Haftmaterial, deren erste Ausbaustufe mit rund 30 Mio. Euro veranschlagt wird. Damit verdreifachen sich die Kapazitäten der Haftmaterial-Produktion auf 750 Mio. qm im Jahr.

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