HOYER-Gruppe

Vielseitige Ambitionen

Die Hoyer-Gruppe, Hamburg, hat ihre Marktposition im letzten Geschäftsjahr trotz angespannter Lage auf den internationalen Märkten gefestigt, legt nun jedoch ein Konsolidierungsjahr ein. Der Umsatz stieg um 16,16 % auf 1,23 Mrd. DM.. Die Mitarbeiterzahl wuchs von 2.950 auf 3.600 an. Allerdings wurde das angestrebte Ergebnis insbesondere wegen hoher Investitionen und anhaltenden Kostendrucks nicht erreicht. Vor diesem Hintergrund geht die Investitionssumme einstweilen von 121 Mio. DM auf  60 Mio. DM zurück.

Nennenswert ausgebaut wird vor allem die Schienenlogistik. Die Neustrukturierung dieser Aktivitäten in der HOYER RAILSERV GmbH, Hamburg, hat zur Aufnahme des ersten privaten Mischzugverkehrs zwischen Köln und Hamburg geführt. Die bereits seit Jahren bewährte Zusammenarbeit mit der BASF AG und anderen Partnern wurde im Frühjahr in das Joint Venture »Rail4Chem« eingebracht. Das Unternehmen will Güter in großen Mengen über lange Distanzen auf dem Schienenwege transportieren.

Das private Eisenbahnunternehmen hat nun auch erstmals einen Container-Ganzzug zwischen Bremerhaven und dem Chemiedreieck Schkopau, Leuna, Bitterfeld fest etabliert. In Zusammenarbeit mit der Bremischen Hafenvertretung, Berlin, verbindet dieser Shuttle regelmäßig die Containerterminals CT I und CT II in Bremerhaven mit der Chemieregion Halle/Leipzig. Der Zug verkehrt einmal wöchentlich. Ziel ist, die Stationen Hamburg-Waltershof sowie den Chemiestandort Schwarzheide und die Binnenhäfen Riesa und Dresden bei Bedarf mit einzubinden. Gefahren wird der Zug mit 21 x 90 FT Containertragwaggons mit einer Nutzlast von je 105 Tonnen. Die Niederlassung in Schkopau bietet auch die Gestellung der Container zu den entsprechenden Ent- und Beladeplätzen im Raum Sachsen Anhalt, Sachsen und Thüringen an und offeriert zusätzlich das komplette Container-Handling in eigenem Depot, mit Vorrichtungen, um Container zu reinigen, oder um kleinere Reparaturen vorzunehmen.

Der Neubau des Logistikzentrums in Dormagen ist ebenfalls mit Schienenanbindung an das Netz des Kombi-Verkehrs ausgelegt. Das Zentrum bietet ein breites Dienstleistungsspektrum für alle Branchen und Anlagen auf dem modernsten Stand der Technik an. Vorhanden sind unter anderen ein Containerdepot, ein Gefahrgutlager, Werkstätten für Tankcontainer und LKW sowie eine Tankstelle. Produkte aus der Chemie, der Lebensmittel- und Gasindustrie können hier umgeschlagen werden.

In der Lebensmittellogistik wurde in die Verbesserung der IT-Technik investiert. Alle Fahrzeuge werden heute durch Satellitenfunk überwacht. Dieses Engagement wurde durch ein Joint Venture mit der Hammelmann Transport GmbH gestärkt, das mit 45 Mio. DM Umsatz gestartet ist. Für flüssige und pulverisierte Lebensmittel wird das paneuropäische Transportnetz erweitert.

Die Beteiligung an der Fachspedition Wimmer Transportdienst GmbH, Altenmarkt, wird in den Geschäftsbereich Gas unter der neuen Marke HOYER GASLOG integriert. Das Unternehmen entwickelt neue Konzepte für das Handling und den Transport von Luftgasen auf Europäischer Ebene, die das Flottenmanagement, die Finanzierung und Wartung des Equipments sowie die eigentlichen Transporte umfassen.

HOYER wird sein Engagement im E-Business intensivieren. Der Ansatz bezieht sich auf die »Connectivity«, internetbasierte Informations- und Kommunikationstechnologien zur Planung, Steuerung und Begleitung logistischer Prozesse. Daneben sind strukturverbessernde Maßnahmen wie ein zentrales Dispositions-System zur optimalen Auslastung der Fahrzeugflotte geplant. Die Zusammenarbeit sämtlicher Regionen soll untereinander verbessert werden. Insgesamt wird sich das Geschäft noch stärker auf die Kernkompetenzen konzentrieren.

www.hoyer-group.com