Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG

Ehrenbürger in Kreuztal

Friedrich Schadeberg, geschäftsführender Gesellschafter der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co., Kreuztal-Krombach, wurden die nur sehr selten vergebenen Ehrenbürgerrechte der Stadt Kreuztal verliehen. Zur Begründung wurde die unternehmerische Leistung des Seniorchefs angeführt, der sein Haus von einer idyllischen Landbrauerei zu einer führenden Premium-Brauerei in Deutschland entwickelt habe.

Der Umsatz des Unternehmens stieg 2001 leicht um 0,4 % auf 425,9 Mio. €. Im Hinblick auf das branchenbedingt allgemein schlechte erste Halbjahr ging der Ausstoß um 2,4 % auf 4,693 Mio. Hektoliter zurück, wobei dieses Ergebnis besser als der deutsche Gesamtmarkt liegt, der größere Verluste hinnehmen musste. Im dritten und vierten Quartal wurde der negative Branchentrend aufgefangen. Verglichen mit dem Vorjahr legte der Ausstoß in dieser Periode um 3,5 % zu. Zugleich wurde die Marktposition durch erhebliche Investitionen ausgebaut.

Krombacher Pils konnte seine Ausnahmestellung behaupten und war auch 2001 Deutschlands meistverkaufte Biermarke. Nach einer ersten Preiserhöhung Mitte 2000 wurde diese premiumgerechte Preispflege 2001 zielstrebig fortgesetzt. Der bezahlte Endverbraucherpreis hat sich laut Zahlen der GIK in Nürnberg im letzten Jahr auf durchschnittlich 10,44 Euro für 20 x 0,5 1 Mehrweggebinde entwickelt. Der Trend bei der Gebindeeinheit 24 x 0,33 1 MW sieht ähnlich aus. Hier konnte der bezahlte Endverbraucherpreis geringfügig auf 10,28 € angehoben werden.

Laut Marktforschungszahlen verlor der Gesamtmarkt im Mehrweg-Flaschen-Segment um 4,8 %. Krombacher hat auch hier mit einem Minus von 3,7 % weniger gelitten. Große Verbraucherakzeptanz fand die neu eingeführte »Longneck«-Flasche in den Einheiten 0,5 1 und 0,33 1. Die enormen Zuwachsraten auf rund 250.000 Hektoliter in diesem Segment sprechen eine sehr deutliche Sprache.

Im Fassbierbereich war der Markt auch 2001 von erheblichen Strukturverlusten in der bierorientierten Gastronomie geprägt. Die stationäre Veranstaltungsgastronomie nahm wegen der schlechten Witterung im Spätsommer Verluste hin. Darüber hinaus führten die gravierenden Ereignisse des 11. September zu Rückgängen im Veranstaltungsbereich. Der um 3,6 % verminderte Ausstoß lag bei 840.000 Hektolitern.

Eine konsequente Markenorientierung im Fassbierbereich wird auch künftig die Priorität vor reinem Volumenwachstum haben. Gegenüber 2000 nahmen per Saldo 1.000 Gastronomen Krombacher Pils neu in den Zapfausschank auf.

Angesichts der unvermeidlichen Strukturverluste in der Gastronomie unternimmt die Krombacher Brauerei strategische Schritte zur Neuorientierung in diesem Bereich. Sichtbares Zeichen sind die im zurückliegenden Jahr erfolgten Beteiligungen an zeitgemäßen System-Gastronomie-Konzepten. Das Unternehmen engagierte sich mit 49 % bei der Havana Franchise GmbH, Darmstadt, sowie mit 25,1 % bei der Celona Gastro GmbH, Emsdetten. Mit dieser intensiveren Teilhabe an der Wertschöpfungskette wurde ein erweitertes Gastronomie-Geschäftsfeld eröffnet.

Mit Dosen wurden bei 202.000 Hektolitern Ausstoß Zuwächse von rund 20 % verzeichnet, wobei es gelang, sich im oberen Preis-Bereich zu positionieren. Zur Zeit macht dieses Segment gut 4 % an der Produktion aus, während Dosen im Gesamtmarkt einen Anteil von 25 % halten. Mit Blick auf die steigende Nachfrage in diesem Segment werden am Stammsitz neue Abfüllkapazitäten für Einweg-Gebinde aufgebaut.

Sehr erfreulich fiel das überproportionale Wachstum in der Sparte Krombacher Alkoholfrei aus. Hier gab es Zuwächse um 66,7 % auf jetzt 75.000 Hektoliter. Das alkoholreduzierte Krombacher Fairlight blieb auf Vorjahresniveau. Positiv aufgenommen wurde auch ein neues Bier-Mix-Getränk unter dem Namen »Cab«, das mit 15.000 Hektolitern im vierten Quartal 2001 auf Anhieb eine breite Distribution erreichte.

Der Export blieb mit rund 100.000 Hektolitern gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die wichtigsten Ausfuhrländer sind nach wie vor Spanien, Italien und Griechenland. Hier wurde ein Absatzplus erzielt, während in Drittländern bewusst auf Einmal-Geschäfte verzichtet wurde. Auch das übrige Handelswaren-Sortiment blieb mit 20.000 Hektolitern unverändert. Die Zahl der Mitarbeiter hat sich 2001 geringfügig auf 768 erhöht.

www.krombacher.de