LIQUI MOLY GmbH

Fortsetzung der Erfolgsgeschichte

Die LIQUI MOLY GmbH, Ulm, trotzt der Weltwirtschaftskrise. Gemessen am Referenzjahr 1999 mit Umsätzen von 50 Mio. Euro, wurde 2010 fast das Dreifache erzielt. In der Firmengruppe erwirtschafteten 500 Mitarbeiter zuletzt 289 Mio. Euro. Die Umsatzerwartungen für das laufende Jahr wurden nach einem ausgezeichneten Frühjahrsgeschäft auf 400 Mio. Euro nach oben korrigiert. Der Erfolg des Motorenölherstellers beginnt 1957 in Ulm. Das damalige Familienunternehmen verfügte über ein Patent für Molybdändisulfid, ein Mineral, das als Additiv die Schmierleistung von Motorenöl verbesserte, die Lebensdauer des Motors verlängerte und ihn selbst unter schwierigsten Bedingungen schützte. Mit der 1998 erfolgten vollständigen Übernahme des Unternehmens durch Ernst Prost entstand der heute führende Anbieter von Motorenölen und Marktführer für Additive in Deutschland.
Das (flüssige) Molybdändisulfid war auch namensgebend für LIQUI MOLY. Aus dem kristallinen Mineral ist heute eine sehr breite Palette mit über 4.000 Produkten entstanden, die Motoren- und Getriebeöle, Additive, Autopflegeprodukte, Werkstattbedarf und Serviceartikel umfasst. Allein von den Additiven werden jedes Jahr mehr als sechs Millionen Dosen abgefüllt.
Trotz starker Konkurrenz durch große Konzerne wie Shell, BP (mit der Marke Castrol) und Exxon (mit der Marke Mobil), gewinnt LIQUI MOLY stetig Marktanteile hinzu. Deutschland ist mit 60 % des Gesamtumsatzes nach wie vor am wichtigsten, während die internationale Nachfrage kontinuierlich wächst. Bedeutendstes Exportland ist Russland, gefolgt von der Ukraine, von den USA und China. Ansonsten wird in über 100 weitere Länder in Zusammenarbeit mit nationalen Importeuren verkauft. Generell zählen der Großhandel, der Fachhandel, Verbraucher-, Bau- und Heimwerkermärkte, die Industrie, Kfz-Betriebe, markengebundene Autohäuser und freie Tank­stellen zu den Abnehmern des High-Tech-Sortiments. Inzwischen sind die Öle sogar in Generatoren von Windrädern zu finden.
Auf dem weiteren Weg zum Weltmarktführer investierte Prost im August dieses Jahres rund 8 Mio. Euro in den Bau eines neuen Öltanklagers im Hafen von Dillingen (Saar). Insgesamt zehn Lagertanks gleichen Fassungsvermögens nehmen hier künftig 18 Millionen Liter auf. LIQUI MOLY kann dadurch die starken Preis­schwankungen auf dem Ölmarkt besser austarieren und schafft zudem 30 neue Arbeitsplätze bei seinem wichtigsten Öllieferanten, der MÉGUIN GmbH & Co. KG in Saarlouis, die seit 2006 zur Firmengruppe gehört. Ab 2012 werden pro Jahr 25 Schiffsladungen mit einem Gesamtvolumen von 40.000 Tonnen mit dem sogenannten Grundöl, dem Rohstoff für Motorenöle und Schmierstoffe, in Dillingen erwartet. Ein LKW-Shuttle wird die Rohstoffe anschließend »on demand« vom Hafen zum Ölwerk in Fraulautern transportieren. Um die zunehmende Nachfrage bewältigen zu können, fließen zudem rund 3 Mio. Euro in den Ausbau von Lagerkapazitäten der MÉGUIN GmbH & Co. KG. Auch sonst wird ausschließlich in Deutschland (Ulm und Saarlouis) produziert.
»Made in Germany« ist für Ernst Prost ein weltweites Qualitätsversprechen, für das er persönlich einsteht. Kundennähe und Ser­vice sind weitere Säulen des Geschäfts. Braucht ein Kunde ein bestimmtes Produkt, das es noch nicht im Sortiment gibt, wird es eigens für ihn entwickelt und hergestellt.
Die Haltung des Geschäftsführenden Gesellschafters gegenüber Standort, Kunden und Mitarbeitern, die er bewusst als »Mitunternehmer« bezeichnet, spiegelt sich jenseits von LIQUI MOLY seit 2010 auch in der Gründung der sozial-karitativen Ernst-Prost-Stiftung wider. Unter der Schirmherrschaft von Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan wird unverschuldet in Not geratenen Menschen, jungen Leuten in Ausbildung, aber auch diversen gemeinnützigen Zwecken unter die Arme gegriffen.

www.liqui-moly.de