Maurer Söhne GmbH & Co. KG

Innovationen in Stahl

Die vor 125 Jahren von dem Metalldrucker Friedrich Maurer als Werkstatt für Metallwaren und Ornamente begründete Maurer Söhne GmbH & Co. KG, München, stieg im Laufe ihrer bewegten Geschichte vom Handwerksbetrieb zu einer Blitzableiter-Fabrik und schließlich zu einem Weltunternehmen im Stahl-, Maschinen- und Anlagenbau auf. Eine der wichtigsten Entwicklungsphasen bestand in der Kooperation mit Johannes Beutler, die 1931 in die Übernahme des »Eisenwerks Friedrich Maurer Söhne« mündete. Seit 1964 leitet Hans Beutler das Unternehmen. Heute erwirtschaften rund 500 Mitarbeiter Umsätze von rund 125 Mio. DM.

Erwachsen aus einem einst stark regional geprägten Markt, baut das Familienunternehmen seine Position mit einem starken Exportanteil und steigenden Umsätzen konstant weiter aus. In Deutschland gibt es noch eine Niederlassung bei Dortmund und einem Zweigwerk bei Dresden. International bestehen in über 30 Ländern Tochterfirmen beziehungsweise Vertretungen.

Maurer Söhne versteht sich als weltweit führender Spezialist in Sachen Brückenausrüstung und meldete seit den sechziger Jahren zahlreiche eigene Patente an. Typische Aufträge beziehen sich auf Brückenlager, Dehnfugen und Schwingungsdämpfer in allen Größen und Varianten. In Kooperation mit verschiedenen Universitäten fließen Forschungsergebnisse in die bestehenden und in neue Produkte ein. Der Produktbereich Stahlbau umfasst statisch anspruchsvolle Aufgaben, etwa Brückenvarianten oder große Hallenkonstruktionen wie am Münchner Flughafen (»Terminal 2«).

Im letzten Jahrzehnt kam mit dem Wendelparkhaus in Augsburg sowie mit einem Shuttlesystem und einem Liftzentrum in Tübingen der Produktbereich Parksysteme hinzu. Noch mehr im Licht der Öffentlichkeit stehen spektakuläre Projekte im Sektor »Amusement Rides«: Drehbare Gondeln auf einer Achterbahn, ein sogenannter »Spinning Coaster« mit mehreren neuen Bahnelementen oder ein Freifallturm mit über 60 Metern Höhe. Daneben beteiligt sich das Unternehmen als technischer und kaufmännischer Koordinator am europäischen Forschungsprojekt SPACE. Hauptziel ist die Entwicklung einer magnetoreologischen Vorrichtung zur semi-aktiven Kontrolle an Bauwerken. Grundgedanke ist die Steuerung des Verhaltens eines Dämpfers in Abhängigkeit von noch zu definierenden Kraft- oder Bewegungsabläufen. Maurer Söhne wird hier einen zukunftsweisenden Beitrag auf dem Gebiet der Schwingungsdämpfer leisten.

Die Aufgabe besteht darin, die neuen Vorrichtungen zu entwickeln, zu projektieren, herzustellen und im Versuch zu testen. Niederschlag findet dieses Engagement auch in einer aktuellen Buchveröffentlichung, die sich unter der Überschrift »Schwingungsdämpfer im Ingenieurbau« dem praktischen Wissen auf dem Gebiet der Abwehr von Schwingungen an Bauwerken widmet. Autor ist Professor Christian Petersen. Erhältlich ist die Publikation beim Unternehmen.

www.maurer-soehne.de