Schön AG

Wieder schwarze Zahlen

Die 1920 von Max Schön und Friedrich Pritzkow als Stahlhandlung gegründete Max Schön AG, Lübeck, heute eine Großhandelsfirma für Stahl, Rohr, Maschinen und Werkzeuge, hat ihren harten Reorganisations- und Sanierungsprozess mit dem Geschäftsjahr 2000 erfolgreich abgeschlossen. Das Betriebsergebnis wurde als sehr erfreulich bezeichnet. Auch nach Abzug außergewöhnlicher Einnahmen durch die Veräusserung der Tochterfirmen in Estland und Lettland an die Muttergesellschaft wird für 2000 bei einem Gesamtumsatz von 45 Mio. DM ein operativer Gewinn von 320.000 Mark ausgewiesen, nachdem 1999 noch 4,5 Mio. DM Verluste zu Buche schlugen. Ab 2001 wird eine Steigerung des Überschusses um mindestens 10 % pro Jahr erwartet.

In den neunziger Jahren wuchs die Max Schön AG zu einer Firmengruppe mit einer Niederlassung in Rostock und Tochterunternehmen in Polen und im Baltikum heran. 1996 wurden die Gesellschaften im Wege der Einbringung mit der dänischen Familienaktiengesellschaft Sanistal A/S fusioniert. Inhaber Matthias Max Schön tauschte seine Max Schön-Anteile gegen Aktien der heutigen Muttergesellschaft in Aalborg. Vorstandschef Thomas Schneider kam 1998 nach Lübeck.

Die Neuausrichtung der Max Schön AG basierte in Lübeck und Rostock auf der Straffung der gesamten Organisation und auf der Konzentration auf Kernkompetenzen als kundennah tätiger, norddeutscher Spezialist für Werkzeuge und Maschinen sowie Stahl und Rohr. Kunden kommen bevorzugt aus Industrie und Handwerk. Der unter der Baukonjunktur erheblich leidende defizitäre Sanitärbereich wurde an einen Mitbewerber verkauft. Als Folge eines innerbetrieblich ausgehandelten Sozialplans ging die Zahl der Arbeitsplätze in den deutschen Niederlassungen von über 250 auf 103 an den Standorten Lübeck (86) und Rostock (17) zurück. Heute werden mehr Mitarbeiter in Polen und im Baltikum beschäftigt als in Deutschland. Im Zuge der Restrukturierung wurde auch ein motivierendes, hierarchiearmes Führungskonzept umgesetzt. Die Gesellschaften der Sanistal-Unternehmensfamilie setzten im vergangenen Jahr insgesamt rund 700 Mio. DM um und beschäftigten insgesamt 1.400 Mitarbeiter. Ihre Aktien werden an der Kopenhagen Stock-Exchange notiert.

Der vor einigen Jahren aus der Max Schön AG ausgegliederte Kücheneinzelhandel, die Max & Co. GmbH, hat sich inzwischen auf den ausschließlichen Vertrieb von bulthaup-Küchensystemen spezialisiert. Im Zentrum der Lübecker Innenstadt werden unter dem Label »bulthaup Max & Co.« im Stil der neuen, reinen bulthaup-Präsentationen Küchenplanungen und -möbelsysteme vertrieben sowie Kochkurse und Küchenwerkzeuge angeboten. Die Entscheidung für die Einmarkenstrategie dieses Premium-Herstellers bedeutet eine herausragende Produktqualität, ein besonderes Lebensgefühl und sehr hohe Ansprüche an Gestaltung und Auftragsabwicklung zu vermarkten.

www.max-schoen.de