Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG

Mehr Ausbildungsplätze

Die Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG, Kirchhundem, steigert ihre Ausbildungsleistung entgegen dem allgemeinen Trend. Das Familienunternehmen stellt in dieem Jahr mit zehn Lehrlingen doppelt so viele ein wie 2002. Inhaber Walter Mennekes begründet sein Engagement damit, in problematischen Zeiten für Wirtschaft und Arbeit ein Hoffnungszeichen für junge Leute zu setzen. Wenn es schwierig werde, müsse man sich stärker bemühen. Ausbildungsberufe sind Industriekaufmann, Verfahrensmechaniker, Industriemechaniker, Elektroniker, Zerspanungsmechaniker und technischen Zeichner. Im Mai informierte sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Peer Steinbrück bei einem Besuch über die Ausbildungsanstrengungen des Betriebs.

In seiner 70jährigen Unternehmensgeschichte hat sich Mennekes Elektrotechnik zu einem führenden, in 80 Ländern präsenten Produzenten elektrotechnischer Steckvorrichtungen entwickelt. Das Sortiment umfasst 5.000 Katalogartikel. Weltweit beschäftigt werden 600 Mitarbeiter, davon 350 am Stammsitz. Weitere Produktionsstandorte befinden sich in Sachsen und in China.

Zuletzt wurde dem Unternehmen von der Landesinitiative »Secure-it.nrw.2005« der gemeinsam mit dem nordrhein-westfälischen Ministerium für Wirtschaft und Arbeit erstmals ausgeschriebene »Best Practice Award« für vorbildliche elektronische Geschäftsprozesse verliehen. Kriterien waren die erfolgreiche Umsetzung einer Security-Lösung, der messbare Zusatznutzen sowie die Übertragbarkeit auf andere mittelständische Unternehmen. Insgesamt wurden über 500 nordrhein-westfälische Firmen und Institutionen in die Studie einbezogen. 20 Unternehmen erhielten eine Auszeichnung.

Mennekes koordiniert Produktionsabläufe und den Informationsaustausch zwischen seinen 400 Kilometer voneinander entfernten deutschen Standorten durch die Nutzung eines gemeinsamen Warenwirtschaftssystems. Der Austausch der sensiblen Unternehmensdaten übers Internet wird durch ein »Virtual Private Network« (VPN) geschützt. Seit Produktionsabläufe und Informationen nicht mehr umständlich und teuer auf dem Postweg koordiniert werden müssen, werden Zeit und Geld gespart.

Gesucht wurde ein Weg, um Informationen digital effizienter zu übermitteln. Aus Komfortgründen wurde zusätzlich eine Terminal-Server-Technologie installiert, die den isolierten Transfer von Bildschirm- und Tastaturdaten in Netzwerken erlaubt, ohne die Applikations- oder Anwendungsdaten selbst zu übertragen. Das senkt die Datenkapazitäten und erbringt höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.

Die zwei Standorte im Sauerland und in Sachsen nutzen nun beide das zentrale SAP-System und sind damit stets datensynchron. Die Implementierung der Terminal-Serverstruktur und der Sicherheitsszenarien dauerte etwa drei Wochen. Die Kosten lagen bei rund 50.000 Euro. Dafür entfällt ein zweiter Server für das SAP-System, der allein mindestens 10.000 Euro gekostet hätte.

Die Alternative zum »Virtual Private Network« (VPN), bei dem Firmen Daten verschlüsselt via öffentlichem Internet übertragen, wäre eine Standleitung gewesen. Beide Varianten garantieren abhörsicheren Datenschutz. VPNs sind jedoch in den Verbindungskosten um ein Vielfaches günstiger.

www.mennekes.de