RIMOWA GmbH

Glänzende Zahlen

Die Rimowa GmbH, Köln, hat vor 60 Jahren ihren Erfolgsschlager, einen Aluminiumkoffer mit typischer Rillen-Struktur, auf den Weg gebracht. 1950 lief das erste Exemplar dieser Konstruktion, die minimales Gewicht mit maximaler Stabilität vereint, vom Band. Die Manufaktur, die heute zu den weltweit führenden Premium-Marken für Koffer aus Aluminium und aus dem High-Tech-Material Polycarbonat zählt, gehört zu den wenigen noch in Deutschland produzierenden Herstellern von Reisegepäck.

Das Familienunternehmen wurde 1898 von Paul Morszeck gegründet und nach ihm benannt. Angefertigt wurden große Schrank- und Überseekoffer aus Holz, die innerhalb weniger Jahre zu Reisebegleitern der High society avancierten. 1937 brachte Gründersohn Richard Morszeck den ersten Überseekoffer aus Leichtmetall auf den Markt. Auf ihn geht auch der Markenname RIMOWA zurück, der sich aus »Richard Morszeck Warenzeichen« herleitet.

Eine weitere wegweisende Entwicklung gelang Gründerenkel Dieter Morszeck 1976 mit den ersten wasserdichten Transportkoffern, die vor allem von Film- und Fernsehcrews, Fotografen und Reportern gefragt sind, da das Rimowa-Waterproofsystem empfindliche Ausrüstungen gegen Wasser, Luftfeuchtigkeit, tropische Hitze und arktische Kälte schützt.

Im Jahr 2000 setzte Dieter Morszeck, der das Unternehmen seit 1981 führt, erstmals den recyclefähigen Werkstoff Polycarbonat im Kofferbau ein. Das Material, das beispielsweise für Flugzeugscheiben und im Fahrzeugbau eingesetzt wird, ist extrem belastbar und stoßfest. Beulen springen von allein wieder heraus. Mit Polycarbonat gelingt es, das Gewicht der Reisekoffer bei größter Stabilität zu minimieren. Rimowa war damit weltweit der erste Gepäckhersteller, der den nahezu unverwüstlichen Kunststoff in Serie nutzte. Eine Revolution in der Branche: In kurzer Zeit folgten fast alle Mitbewerber mit eigenen Polycarbonat-Linien.

Das Traditionsunternehmen vertreibt seine Produkte heute weltweit in über 65 Ländern durch ausgewählte Händler, eigene Läden und »Flagship Stores«. Neben den vier globalen Headquartern in Köln, Hong Kong, Kanada und Sao Paulo unterhält Rimowa Produktionswerkstätten in Deutschland, Tschechien und in Kanada. Ein Großteil der Produktion wird dabei nach wie vor in Handarbeit gefertigt. Lediglich die Polycarbonat-Schalen werden von einer Maschine tiefgezogen, in einem speziellen Verfahren, das Rimowa selbst entwickelt hat, um für dieses Material die größtmögliche Flexibilität und Robustheit zu gewährleisten.

Zuletzt erwirtschafteten über 700 Mitarbeiter einen Umsatz von 86 Mio. Euro. 2010 erwartet der Kölner Luxusfabrikant eine Umsatzsteigerung um stolze 40 %.

www.rimowa.de