Ritzenhoff & Breker GmbH & Co. KG

200-jähriges Firmenjubiläum

Das 1810 von Jean Georgius Liborius Ritzenhoff als Großhandlung für Gebrauchsglas gegründete Familienunternehmen Ritzenhoff & Breker GmbH & Co. KG, Bad Driburg, begeht sein 200-jähriges Jubiläum. Das heutige Handelshaus für Porzellan, Keramik und Glas für Tisch, Küche und Heim-Dekoration zählt mit einem Sortiment von rund 4.500 Produkten zu den bedeutendsten deutschen Fachgroßhandels- und Importhäusern der Branche und wird in fünfter und sechster Generation von Wolfgang Breker sowie von seinen Söhnen Wolfgang-Otto und Stefan geführt.
Pferdebespannte Planwagen brachten schon Anfang des 19. Jahrhunderts Glas- und Keramikwaren bis nach Schlesien und Polen. 1848 übernahm Carl Louis Ritzenhoff die Firma, gefolgt von Joan Heinrich Louis Ritzenhoff, der 1882 in dritter Generation bereits im erstaunlichen Alter von 14 Jahren alleiniger Firmenchef wurde und das Programm damals um Medizinglas und Stapelware in Porzellan und Keramik (»Indisch blau«, Festongeschirr) erweiterte.
Heinrich Theodor Ritzenhoff, der 1948 als Kommanditist eintrat, widmete sich dem weiteren Ausbau des Glas- und Keramikhandels, während er mit dem Kauf der Marsberger Glashütte den Schritt in die Glasindustrie tat, was durch die Entwicklung dieses Werks und des Werks in Essentho zu Großbetrieben fast 900 Arbeitsplätze schuf. Dies trug wesentlich dazu bei, Bad Driburg zu einem maßgeblichen Umschlagplatz für Glas und Porzellan zu machen.
Wolfgang Breker trat 1961 in die Geschäftsleitung ein und trug ab 1969 zunächst gemeinsam mit seiner Frau Uta Ritzenhoff, der Tochter Heinrich Theodor Ritzenhoffs, die Verantwortung. Im selben Jahr wurde die Glashütte in Marsberg wieder abgespalten und separat weitergeführt. Dieses Unternehmen firmiert heute als Ritzenhoff AG und ist durch seine »Wirtegläser« und Design-Milchgläser bekannt. Ende der 60er Jahre erfolgte der Einstieg ins internationale Geschäft, wobei diese relativ frühen Kontaktaufnahmen nach Italien, Rumänien und Asien den Familienbetrieb zum Vorreiter der Globalisierung machten.
Um den gewachsenen Aufgaben gerecht zu werden, wurde das Domizil 1976 aus der Innenstadt ins Industriegebiet Bad Driburg-Herste verlagert, wo auf rund 31.000 qm Betriebsgelände nach seinerzeit modernsten Kriterien ein neuer Stammsitz entstand, an dem 100 Mitarbeiter beschäftigt wurden. 1984 erfolgte die Umbenennung von »Heinrich Ritzenhoff« in »Ritzenhoff & Breker«.
Auf eine Einkaufs- und Vertriebsniederlassung in Hongkong gestützt, werden heute mit verdoppelter Belegschaft Großvertriebsformen des Einzelhandels wie SB-Warenhäuser, Kaufhäuser und Boutiquen sowie der Möbel- und Einrichtungsfachhandel beliefert. Von der Aufspürung neuer Farbstellungen und Produktideen durch Trend-Scouts über die Design-Phase im eigenen Haus bis zur finalen Präsentation einer Kollektion vergehen bis zu zwölf Monate. Pro Jahr treffen rund 800 Container und über 1.000 LKW-Lieferungen mit Waren asiatischer und europäischer Lieferanten in der Zentrale in Herste ein, die sich mittlerweile einschließlich eines Hochregallagers für 38.000 Palettenplätze auf 75.000 qm ausgedehnt hat. Das Traditionsunternehmen ist mit Schwerpunkt auf Europa in 42 Ländern aktiv. 2009 wurde Fernsehkoch Horst Lichter als Partner gewonnen. Gemeinsam mit der rheinischen Frohnatur werden Innovationen rund um den gedeckten Tisch sowie Küchenaccessoires realisiert.

www.ritzenhoff-breker.de