Robert Bürkle GmbH

Zukunftsorientierte Geschäftsfelder

Die Robert Bürkle GmbH, Freudenstadt, Entwickler und Hersteller von Maschinen für die holzbearbeitende Industrie sowie für die Elektronik-, Photovoltaik-, Glas-, Bau-, Automobil- und die Plastikkarten-Industrie, schließt das Geschäftsjahr 2011 mit Umsätzen von 96 Mio. Euro ab. Ursprünglich geplant waren 110 Mio. Euro. Grund für die Differenz ist im Wesentlichen die weltweit eingebrochene Nachfrage im Solarmarkt. Das operative Ergebnis blieb dennoch positiv, da die Geschäftsfelder »Ober­flä­che« sowie »Leiterplatten und Plastikkarten« mehr Umsätze als erwartet erwirtschaftet haben.

Hans-Joachim Bender, Geschäftsfüh­­ren­der Gesellschafter des 1920 gegründeten Familienunternehmens, führt einen Teil des Erfolgs der Oberflächensparte auf eine neue Anlage zur Profilierung von Wärmedämmplatten aus Styropor zurück, die in der Bau­industrie Verwendung finden. Zudem hat sich eine Marktbelebung im Parkett- und Türbereich deut­lich spürbar gemacht. Ein erheblicher Umsatz­zu­wachs war auch bei Lackier- und Druckanlagen zu verzeichnen.

Das schlechte Abschneiden im Solargeschäft, in dem die Planzahlen gerade einmal zur Hälfte erreicht wurden, ist darauf zu­rückzuführen, dass Bürkle mit seinen Laminiermaschinen am Ende der Prozesskette steht und dadurch die Marktschwäche hinsichtlich Solarmodulen sofort spürt. Dessen ungeachtet bleibt das Vertrauen in den Pho­tovoltaikbereich bestehen, da in den nächsten beiden Jahren mit einer Bereinigung der akuten Probleme gerechnet wird. In diesem Zusammenhang geht es um den Abbau von Überkapazitäten, wobei Bürkle mit Innovationen, etwa deutlich verkürzten Laminierzeiten, Allein­stel­lungs­merkmale hat. Seit dem Markteintritt vor vier Jahren wurden in diesem Segment 100 Mio. Euro erzielt.

Im laufenden Jahr strebt das Familienunternehmen Umsätze von 94 Mio. Euro an, die sich zu 20 % auf die Photovoltaik, zu 60 % auf die Oberflä­chensparte und zu 20 % auf die Sparte »Leiterplatte und Plastikkarten« verteilen sollen. Nach einer Vollauslastung im ersten Quartal 2012 und weiterhin günstigem Verlauf im zweiten Quartal sind diese Ziele erreichbar. Zudem prüft der Maschinenbauer Markt­potenziale in der Energieerzeugung und in der Energieeinsparung.

Gestützt auf weitere Werke in Paderborn, Shanghai und Hangzhou sowie auf Vertriebs- und Servicegesellschaften in den USA, in Hongkong, Polen, in der Slowakei, in Taiwan und Brasilien, werden mit rund 720 Mitarbeitern, davon 470 am Stammsitz in Freudenstadt sowie in der Niederlassung  Mastholte, interessante Potenziale in den Schwellenländern erschlossen. So hat die Tochtergesellschaft Bürkle Shanghai, die für den asiatischen Markt produziert, 2011 allein in China mit 160 Mitarbeitern einen Umsatz von 16 Mio. Euro erzielt. Die Ausbildungsquote liegt mit vorbildlichen 13 % seit Jahren über dem Branchenschnitt.

www.buerkle-gmbh.de