Scheibel Schwarzwaldbrennerei

Attraktive Nischenstellung

Die auf hochwertige Obstbrände spezialisierte E. Scheibel Schwarzwald-Brennerei GmbH, Kappelrodeck, verzeichnete 2002 ein Umsatzplus von 3,2 %, während das Topsegment sogar zweistellig wuchs. Laut Gesellschafter-Geschäftsführer Michael Scheibel, im Verbandswesen zweiter Vorsitzender im Bundesverband der Obstverschlussbrenner, ist die Polarisierung der Märkte, mit einem allgemeinen Rückgang in den mittleren Preislagen und Zunahmen im Discountbereich sowie im Topsegment, für den Aufwind verantwortlich zu machen. Bei allgemeine anhaltender Zurückhaltung der Verbraucher seien echte Genussprodukte nicht betroffen. In diesem Sinne denkt das über 80jährige Familienunternehmen, das 30 Mitarbeiter und 28 Handelsagenturen beschäftigt, keineswegs an Kürzungen.

Beliefert werden ausschließlich gepflegte Fachgeschäfte sowie die gehobene Gastronomie. Mit einem Umsatzanteil von 60:40 südlich bzw. nördlich der Mainlinie sind Scheibel-Obstbrände bundesweit gut eingeführt. In den neuen Bundesländern steigt die Nachfrage überproportional und nähert sich dem Westniveau an. Der Export geht vorwiegend nach Benelux und nach Japan. Im Ausland ist vor allem das klassische Schwarzwälder Kirschwasser gefragt.

Michael Scheibel und seine Schwester Martina verfeinern ihre Obstbrände ständig. Die besten Qualitäten reifen fünf bis sieben Jahre, bevor sie auf den Markt kommen. Mit der Pionierentwicklung von Obstdestillaten mit Fruchtauszügen, fassgelagertem Kirschwasser, Williams und Nussler wurde die Palette um völlig neue Produktgattungen bereichert. Bei einem Obstbrandanteil von 4,5 % am Spirituosenmarkt, wovon nur 10 % auf das Topsegment entfallen, nutzt die Edelbrennerei als Nischenproduzent zwei Vorteile: Den Freiraum für neue Entwicklungen und die Aufgeschlossenheit iher Premiumkunden für Innovationen.

Bei der großen Baden-Badener Rennwoche im August, der Scheibel seit drei Jahren als Sponsor verbunden ist, gibt es 2003 erstmalig ein Scheibel-Rennen.

www.scheibel.net