Scherdel-Gruppe

Innovationspreis

Die 1889 gegründete Scherdel-Gruppe, Marktredwitz, weltweit führender Hersteller von Technischen Federn, Stanz-Biegeteilen und Metallsitzstrukturen, erhielt vor kurzem den Oberfränkischen Innovationspreis 2001. Die Auszeichnung in Höhe von 100.000 DM wurde von ASU-Mitglied Heinz Greiffenberger, Greiffenberger AG, Marktredwitz, gestiftet und ist der am höchsten dotierte Regionale Förderpreis in Deutschland.

Den ersten Platz teilten sich das Innovations- und Technologiezentrum der Technische Federn Sigmund Scherdel GmbH, die INNOTEC Forschungs- und Entwicklungs-GmbH, für die Entwicklung einer »Crash-aktiven Motorhaube« (CMH) im Sinne eines Fußgängerschutzsystems sowie die Werkzeugmaschinenfabrik Adolf Waldrich Coburg GmbH.

Neue Vorschriften ab 2004/2005 machen prophylaktische Maßnahmen zur Reduzierung der Schwere der Verletzungen von Fußgängern bei einer Frontkollision mit PKW erforderlich. Das »CMH« erlaubt es im Falle eines Zusammenpralls mit Passanten, Fahrrad- oder Motorradfahrern, die Motorhaube in wenigen Millisekunden anzuheben. Dadurch wird der Aufschlag des Kopfes und der Schulter gedämpft; die Aufprallenergie kann durch Deformation der Motorhaube abgebaut werden, so dass schwere Verletzungsfolgen durch Kontakt mit den darunter liegenden Motorteilen verhindert werden. Das von Scherdel zusammen mit Fahrzeugherstellern entwickelte System wurde inzwischen zum Patent angemeldet und wird in Kürze in Neuwagen eingebaut.

Die Scherdel-Gruppe ist mit 2.700 Mitarbeiter an 21 Standorten weltweit vertreten und erzielte im letzten Jahr Umsätze von 482 Mio. DM. Im laufenden Jahr erwartet Geschäftsführer Walter Bach eine Zunahme um rund 8 % auf 520 Mio. DM.

www.scherdel.de