Schmitz-Werke GmbH & Co.

Verhaltenes Geschäft

Der konsolidierte Gruppenumsatz der Schmitz-Werke GmbH & Co. KG, Emsdetten, verminderte sich 2002 um 3,2 %. auf 106,5 Mio. Euro. Gleichwohl wird das letzte Geschäftsjahr angesichts der Gesamtumstände als noch befriedigend betrachtet, wenn auch geprägt von Enttäuschungen. Bei rückläufiger Gebrauchsgüterkonjunktur litt der Absatz von Sonnenschutz-Produkten unter dem schlechten Frühjahrs- und Sommerwetter.

Produziert und vertrieben werden »markilux«-Markisen, »swela«-Freiluft-Gewebe sowie »drapilux«-Vorhang- und Gardinenstoffe. Möbelstoffe laufen über die Tochter Pippig & Reichel. Wichtigster Umsatzträger waren die »markilux«-Markisen, die allerdings ihren Vorjahrsumsatz nicht erreichten. Neue »sunsilk«-Gewebe wurden erfolgreich als Erweiterung des ohnehin sehr großen Tuchangebots eingeführt. Besser als geplant entfaltete sich der Absatz in China, wo eine kleine Produktionsstätte in Shanghai in Betrieb genommen wurde. Erfreulich entwickelte sich auch der Export nach Großbritannien, Österreich und Dänemark, während er in anderen Ländern wie in Deutschland rückläufig war. Die Exportquote liegt hier bei 10,6 %.

»swela«-Freilufttxtilien litten wie die Markisenumsätze unter dem ungünstigen Wetter, auch in den wichtigen Märkten Niederlande und Italien. Die Exportquote beträgt hier ca. 77,8 %. »drapilux« ist inzwischen eine europaweit eingeführte Marke für Dekorations- und Gardinenstoffe. Trotz großer Erfolge in Italien und Großbritannien gelang es jedoch bei einem Minus von ca. 5,5 % erstmals nicht, an die positive Entwicklung der letzten 20 Jahre anzuknüpfen.

Die mechanische Weberei Pippig & Reichel GmbH & Co. KG, Weissdorf, stand 2002 im Zeichen der Umstrukturierung, die etwa Mitte 2003 abgeschlossen sein wird. Auch diese Gesellschaft musste bei den Umsätzen einen einstelligen Rückgang hinnehmen. Im Gegensatz dazu liefen die Auslands-Tochtergesellschaften in Europa, die ausschließlich Vertriebsaufgaben wahrnehmen, insgesamt recht gut. Im Jahresdurchschnitt wurden 885 Mitarbeiter beschäftigt. Die Investitionen betrugen 5,5 Mio. Euro.

Für 2003 wird keine prinzipielle Verbesserung der Nachfrage erwartet, da Markisen und Fensterdekorationen wegen der großen Nachfrage-Elastizität immer erst angeschafft werden, wenn die allgemeine Konjunktur bereits seit etwa einem Jahr aufwärts zeigt. Vor diesem Hintergrund investiert die Firmengruppe stark in neue Produkte und Kollektionen. Auf der international größten Sonnenschutzmesse der Welt, der R+T in Stuttgart, wird eine nie da gewesene Vielzahl von Neuheiten präsentiert, darunter auch patentgeschützte Grundlagen-Neuheiten. Das Angebot von »drapilux« wird erstmals mit Möbelstoffen komplettiert. Die ungewöhnlich große Anzahl neuer Dessins und Artikel zeigt, dass man sich den Anforderungen des Marktes mit Zuversicht stellt. Die Umstellung der gesamten Kollektion auf flammhemmende Stoffe steht kurz vor dem Abschluss.

Im November 2002 wurde zusammen mit einem Partner die »drapilux of Scandinavia« gegründet. Diese dänische Gesellschaft wird Objektstoffe in Dänemark, in Schweden und Norwegen vertreiben.

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