SMS AG

Ergebnis wieder positiv

Die SMS AG, Düsseldorf, hat in ihrem Unternehmensverbund  im Geschäftsjahr 2002 mit rund 9.900 Mitarbeitern einen Umsatz von 2,10 Mrd. EUR (Vorjahr: 2,23 Mrd. EUR) erwirtschaftet. Der Auftragseingang ging um 5 % auf 2 Mrd. EUR zurück. Hiervon entfallen 998 Mio. EUR (-15 %) auf die Hütten- und Walzwerkstechnik, 542 Mio. EUR (+12 %) auf die Rohr-, Profil- und Schmiedetechnik sowie 461 Mio. EUR (+2 %) auf die Kunststofftechnik. 41 % des Umsatzes wurden in Europa erzielt. Nord- und Südamerika trugen mit 24 % bei, während Umsätze aus dem asiatischen Raum mit 30 % zu Buche schlugen.

Mit einem Ergebnis von 6 Mio. EUR vor Steuern kehrte das Unternehmen in die Gewinnzone zurück, nachdem im letzten Jahr erstmals einen leichten Verlust von 9 Mio. EUR ausgewiesen wurde. Die Sachinvestitionen wurden zuletzt um 3 Mio. EUR auf 48 Mio. EUR erhöht. Schwerpunkte lagen auf Informationstechnologien zur Anpassung der weltweiten Infrastruktur sowie auf Investitionen in Maschinen und Anlagen zur Fertigung von Kernkomponenten.

Als Grund für das unbefriedigende Geschäftsergebnis gilt das zuletzt um über ein Drittel zurückgegangene Weltmarktvolumen für Anlagen und Maschinen der Hütten- und Walzwerkstechnik sowie der Einbruch des europäischen und amerikanischen Marktes für Maschinen und Anlagen der Kunststofftechnik.

Aufgrund der nach wie vor angespannten Ergebnissituation wurde das schon 2001 eingeleitete Programm zur Restrukturierung und Kostensenkung auch im Geschäftsjahr 2002 konsequent weitergeführt. Das Unternehmen reagierte damit auf die weiter schwache Marktlage, ohne seine führende Stellung in der technischen Entwicklung, den weltweiten Vertriebsstrukturen und in der Qualität der Produktion zu gefährden. Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Heinrich Weiss wurden die Kapazitäten an die geänderten Marktbedingungen angepasst und daneben die zukunftsträchtigen Geschäftsfelder Service und Automation ausgebaut.

Angesichts der anhaltenden konjunkturellen Schwäche fielen die Standortnachteile in Deutschland für das Unternehmen besonders gravierend ins Gewicht. Über zwei Drittel der Mitarbeiter seien in deutschen Betrieben tätig. Die überhöhten Kosten und Abgaben im staatlichen und sozialen Bereich sowie die Uneinsichtigkeit der Gewerkschaften erzwängen immer härtere Maßnahmen in der Kostensenkung, was unnötig weitere Arbeitsplätze koste.

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