Sto AG

Innovatives Bauen

Die auf einen Firmenvorläufer aus dem Jahr 1835 zurückgehende Sto AG, Stühlingen, hat sich vom »Cement- und Kalkwerk Weizen« zu einem Marktführer im Bereich gedämmter Fassadensysteme entwickelt. Der rapide Aufstieg zum weltweit operierenden Unternehmen begann mit dem enormen Baustoffbedarf im Zuge des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Schon 1955 wurde die Verarbeitung von Wandbeschichtungen durch kunstharzgebundene Produkte vereinfacht. Inzwischen sind über 600 Putze, Farben und Systeme zur Betoninstandsetzung, Wärmedämmung und Akustik für Neubauten sowie zur Altbausanierung und -renovierung im Einsatz. Hinzu kommen die Analyse von Gebäudeschäden sowie die Konzeptentwicklung zur Farbgestaltung von Fassaden und Innenräumen für Wohn-, Geschäfts- und Industrieanlagen durch ein firmeneigenes Design-Studio.

Gemäß dem Firmenleitsatz »Bewusst bauen« betreibt der Hersteller bereits bei der Materialentwicklung durch Schonung der Rohstoffe aktiven Umweltschutz, etwa durch die Verwendung von Recyclingglas. Bei Neubauten werden mineralische Recyclinggranulate eingesetzt, die besonders widerstandsfähig und unempfindlich gegen Witterungs- und Umwelteinflüsse sind. Ihr geringes Gewicht erlaubt auch den Einsatz bei statisch sensiblen Sanierungen. Das transparente Wärmedämm-Verbundsystem »Sto Therm solar« wandelt Sonnenenergie in Wärme um, die sechs bis acht Stunden im Mauerwerk gespeichert und dann ins Gebäudeinnere abgegeben wird. Diese Entwicklung trägt aktiv zur Energiegewinnung bei. Seit über 30 Jahren auf dem Markt, ist »Sto Therm Classic« ein Klassiker unter den Wärmedämm-Verbundsystemen. Das auf Polystyrol-Hartschaumbasis aufgebaute organische WDV-System ist praktisch reklamationsfrei.

Der Konzernumsatz legte 1999 um beachtliche 10,2 % auf 889 Mio. DM zu. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 39 % auf 41 Mio. DM. Der Konzernjahresüberschuss erhöhte sich so­gar um 49,7 % auf 22 Mio. DM. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis nach DVFA/SG verbesserte sich um 45,9 % auf 24,8 Mio. DM. Der Jahresüberschuss in der Sto AG lag mit 21 Mio. DM um 31,3 % über Vorjahr. Bereinigt um zwei kleinere Akquisitionen in der Schweiz und in Frankreich ergab sich ein ausgezeichnetes Wachstum von rund 9 %. Besonders dynamisch entwickelten sich wie­der die ausländischen Tochtergesellschaften, die ihr Geschäftsvolumen um 23,6 % auf 312 Mio. DM (Vorjahr 252 Mio. DM) ausweiteten. Vor diesem Hintergrund erhöhte sich der Auslandsanteil am Konzernumsatz deutlich von 31,3 auf 35,1 %. Der Inlandsumsatz stieg um 4,1 % auf 577 Mio. DM (Vorjahr 554 Mio. DM). Die Ergebnissituation wurde insbesondere aufgrund gezielter Ausweitung des Geschäftsvolumens und Verlagerung des Absatzes hin zu höherwertigen Systemen signifikant verbessert. Die Investitionen im Konzern stiegen im vergangenen Jahr von 56,3 auf 58,9 Mio. DM und wurden wieder voll aus dem Netto­Cash-flow finanziert. Die Zahl der Mitarbeiter nahm im Konzern per 31.12. um 2 % auf 2.592 Personen zu. Der Personalaufbau fand ausschließlich im Ausland statt. Im Inland ging die Zahl der Beschäftigten dagegen leicht von 1.901 auf 1.883 Personen zurück.

Das Unternehmen wird seit 1992 an den Frankfurter und Stuttgarter Börsen gehandelt. Bundesweite Kundennähe wird durch etwa 70 Niederlassungen und Verkaufscenter gewährleistet. Über 300 Außendienstmitarbeiter stehen im bevorzugten Direktvertrieb mit Planern, Architekten, Fachhandwerkern und Bauherren in Verbindung. Die Sto AG erwartet, die gute Entwicklung im Hinblick auf Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2000 fortsetzen zu können.

www.sto.de