Stolzenberg GmbH

Fast alles aus der Pappe

Die 1897 von Carl Gladitz gegründete und seit 1980 in Berlin ansässige Stolzenberg GmbH kam seinerzeit mit einer ebenso einfachen wie genialen Erfindung auf den Markt. Gladitz hatte ein Hilfsmittel zum bequemen Ordnen von Aktenvorgängen erfunden und sich patentieren lassen: den Schnellhefter. Seither wurden mehr als 30 Mio. Stück, einschließlich Mappen für Hängeregistraturen, produziert. Die Firma hat sich im heutigen Markt angesichts starker Konkurrenz großer Bürowarenhersteller auf Spezialanfertigungen konzentriert, die in Format und Aufdruck ganz auf spezielle Kundenwünsche zugeschnitten sind.

Vor diesem Hintergrund sind diese Sonderanfertigungen nicht im Handel erhältlich, sondern werden von Behörden, Banken und Unternehmen durch Ausschreibungen geordert. Ob­wohl die Auftragslage in den vergangenen Jahren um rund 25 % stieg, stagnierten die Umsätze wegen hoher Papier- und sinkender Verkaufspreise bei rund 15 Mio. DM. Nachdem bei den Erlösen zuletzt nur noch eine „schwarze Null“ erreicht worden war, ist nach den Worten des Geschäftsführenden Gesellschafters Erhard Herdin im laufenden Geschäftsjahr wieder mit einer positiveren Entwicklung zu rechnen. Stolzenberg engagiert sich stark in ökologischen Fragen, wurde 1995 als erstes deutsches Branchen-Unternehmen nach der EG-Öko-Audit-Verordnung validiert und stellte der Öffentlichkeit im Herbst 1998 seine zweite Umwelterklärung vor. Die ASU vergab zuletzt eine „Auszeichnung für umweltbewußte Unternehmensführung 1998/99“.