Trumpf GmbH & Co. KG

Höchster Umsatz der Unternehmensgeschichte

Die TRUMPF Gruppe, Ditzingen, vollzieht einen Wechsel im Vorsitz des Aufsichtsrats. Auf Professor Bert­hold Leibinger, der das in den drei Sparten Werkzeugmaschinenbau,  Lasertechnik und Medizintechnik tätige Familienunternehmen in seiner Ägide an die Weltspitze führte, folgt nun Dr. Jürgen Ham­brecht, der auf eine fünfunddreißig­jährige Karriere bei der BASF SE, Ludwigshafen, zurückblickt, zuletzt bis 2011 auf acht sehr erfolgreiche Jahre als Vorstandsvorsitzender. Der gebürtige Reutlinger ist auch Gesellschafter der Ro­bert Bosch Industrietreuhand KG sowie Inhaber anderer prominenter Aufsichtsratsmandate bei der Daimler AG und der Luft­hansa AG, außerdem im Vorsitz des Aufsichtsrats des Mannheimer Familienunternehmens Fuchs Petrolub AG.

Leibinger trat 1950 als Mechanikerlehrling in das 1923 gegründete Unternehmen ein und kehrte nach seinem Studium und einer zweijäh­rigen Tätigkeit in den Vereinigten Staaten 1961 als Konstruktionschef zu­­rück, um 1966 technischer Geschäftsführer und Gesellschafter zu werden. Seit 1978 im Vorsitz der Geschäftsführung, schied er 2005 aus der operativen Gesamtverantwortung aus. Nachfolgerin in dieser Funktion wurde seine Tochter Dr. Nicola Leibinger-Kammüller. Bekannt und geschätzt ist Leibingers soziales und kulturelles Engagement, das er in diversen Ehrenämtern ausübt, sowie sein Wirken in Aufsichtsräten, Beiräten und Verbänden. Derweil erhöhte sich der Anteil der Berthold Leibinger Stiftung am Unternehmen von 3,8 auf 5 %.

Das Geschäftsjahr 2011/2012 (30.06.) wurde mit dem Rekordergebnis von 2,33 Mrd. Euro abgeschlossen, ein Plus von 15 % gegenüber dem Vorjahr. Auftragseingang und Gewinn entwickelten sich ebenfalls stark positiv. Das Vorsteuer-Ergebnis stieg  um 13,8 % auf 211 Mio. Euro. Die Werkzeugmaschinen, der traditionell bedeutendste Geschäftsbereich, trug 1,89 Mrd. Euro zum Gesamtumsatz bei. Der Bereich Laser und Elektronik verbesserte seine Erlöse um 14,8 % auf 727 Mio. Euro. Die Medizintechnik wuchs um 4,4 % auf 184 Mio. Euro.

Die relevantesten Einzelmärkte waren Deutschland (+ 14 % auf 671 Mio. Euro), die USA (+ 23 % auf 274 Mio. Euro) und China (+ 9 % auf 186 Mio. Euro). Trumpf erwartet auch im laufenden Geschäftsjahr leichtes Wachstum und sieht sich weltweit mit rund 60 Tochtergesellschaften und Niederlassungen bestens positioniert. In China wurde die Produktionsfläche unlängst verdoppelt. Vom Wachstum beflügelt, wurden 1.000 neue Stellen geschaffen, so dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter auf 9.555 stieg.

Um den technologischen Vorsprung zu halten, wurde kräftig investiert. 153 Mio. Euro flossen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (Vorjahr 61 Mio. Eu­ro). Forschung und Entwicklung erhielten 193 Mio. Euro (Vorjahr 158 Mio. Euro). Die F+E-Quote liegt jetzt mit über 8 % fast doppelt so hoch wie im Branchenschnitt.

www.trumpf.com