Vorwerk&Co. KG

125 Jahre am Markt

Die 1883 von den Brüdern Carl und Adolf Vorwerk als Teppichmanufaktur gegründete Vorwerk&Co. KG, Wuppertal, begeht ihr 125-jähriges Firmenjubiläum. Die Weichen für den anhaltenden Unternehmenserfolg wurden gleich zu Beginn gestellt, als man sich dafür entschied, auf innovative Methoden des Webens von Teppichen zu setzen und in neueste Technologie aus England zu investieren. Damals ein mutiger Schritt, da hochwertige Teppiche im 19. Jahrhundert ausschließlich in England hergestellt wurden. Der Erfolg rechtfertigte die Entscheidung. Allerdings zog sich Adolf Vorwerk noch im Gründungsjahr zurück.

Zunächst fertigte das Familienunternehmen Brüssel- und Tournay-Teppiche sowie Möbelstoffe. Der 1909 als Warenzeichen eingetragene »VORWERK-Teppich« machte Orient-Teppichen Konkurrenz. Im Zuge der stetigen Verbesserung der Webtechnik erwarb sich Vorwerk zudem Maschinenbau-Kompetenz, die schließlich in einen technischen Unternehmenszweig mündete und zur Konstruktion leistungsfähiger Elektromotoren und innovativer Anwendungen führte.

1929 wurde der Handstaubsauger »Kobold« erfunden, der ab 1930 marktreif war. Da das Produkt über den Einzelhandel nur schwer absetzbar war, wählten die Nachfolger von Carl Vorwerk, Schwiegersohn August Mittelsten Scheid und dessen Söhne Erich und Werner, bald den damals ungewöhnlichen Weg des Direktvertriebs, um das Produkt in der Wohnung des Endverbrauchers erst vorzuführen und dann zu verkaufen, mit großem Erfolg. 1938 wurde mit »Vorwerk Folletto« in Italien die erste Auslandsgesellschaft gegründet. 1968 stieg Vorwerk mit Gründung der akf bank auch in den Dienstleistungssektor ein. Durch den stetigen Aufbau neuer Geschäftsbereiche in der Ära von Jörg Mittelsten Scheid sowie durch Übernahmen (2001 Lux Asia Pacific von Electrolux, 2004 Jafra Cosmetics) entstand eine international breit aufgestellte Firmengruppe mit Produktionsstätten in Italien, Frankreich, China, Mexiko und auf den Philippinen. Der »Kobold« wird am Stammsitz in Wuppertal gefertigt. Zudem werden hier alle Motoren produziert, die weltweit in die Produkte eingebaut werden.

Die Unternehmensgruppe, die von den persönlich haftenden Gesellschaftern Achim Schwanitz und Peter Oberegger zusammen mit Wolfgang Bahlmann (Personal), Eberhard Pothmann (Finanzen) und Jochen Sarrazin (Controlling) geleitet wird, erwirtschaftete 2007 weltweit 2,32 Mrd. Euro, davon rund 1 Mrd. Euro in Deutschland, wobei das Wachstum vor allem vom Auslandsgeschäft getrieben wurde. Die Eigenkapitalquote stieg auf 49 %. Vorwerk ist in 61 Ländern aktiv und hat in 23 Ländern Tochtergesellschaften. Die sieben Produktgruppen »Kobold« (Raumpflegesystem), Vorwerk-Einbauküchen, Vorwerk-Teppich, Thermomix (Küchenmaschinen), Feelina (Bügelsystem), Jafra Cosmetics und Lux Asia Pacific (Staubsauger und Wasserreiniger) werden von der Hectas Gebäudemanagement, der afk-Gruppe (Finanzierungsangebote) und den »Vorwerk Direct Selling Ventures« um drei Dienstleistungsbereiche ergänzt. Weltweit sind rund 566.000 Menschen für das Familienunternehmen tätig, davon 28.000 als Fachberater für Haushaltsgeräte sowie rund 515.000 bei Jafra Cosmetics.

www.vorwerk.de