WARSTEINER Brauerei

250-jähriges Jubiläum

Die Warsteiner Brauerei, Warstein, beging im September ihr 250-jähriges Firmenjubiläum mit einem zehntägigen Brauerfest und einer großen Internationalen Montgolfiade. Das 1753 von Konrad Cramer gegründete Familienunternehmen ist heute nach einem viertel Jahrtausend Deutschlands größte Privatbrauerei. Das Stammhaus entstand 1803 durch Johannes Vitus Cramer. 1896 legte der 22-jährige Albert Cramer nach Erhalt seines Meisterdiploms an der Brauereifachschule in Worms mit dem Bau einer hochmodernen Brauerei den Grundstock für alles Weitere.

1928 wird unweit der Brauerei die Kaiserquelle entdeckt, deren Wasser wesentlich weicher und damit deutlich besser ist als das übrige Wasser der Region. 1953 übernehmen die Söhne Paul und Josef anlässlich des 200-jährigen Jubiläums die Brauerei. 1960 steigt Warsteiner mit einem Ausstoß von 100.000 Hektolitern im Jahr zur Großbrauerei auf. 1972 sind es bereits 500.000 Hektoliter. In der Folgezeit bezieht das expansive Unternehmen die neue Waldparkbrauerei. Bis 1984 vervierfacht sich der Ausstoß. »Warsteiner Premium Verum« wird damals bereits in über 40 Länder exportiert.

1985 wird Albert Cramer Alleininhaber und geschäftsführender Gesellschafter. Bald darauf werden 6 Millionen Hektoliter im Jahr verkauft. 1993 steigt die Kapazität auf acht Millionen Hektoliter. In Argentinien wird die Brauerei C.A.S.A Isenbeck gebaut.

Das Geschäftsjahr 2002 stellte nicht ganz zufrieden, obwohl die Erlöse bei einem Absatzrückgang von 3,9 % um 0,5 % auf 450,1 Mio. Euro wuchsen. Der Brutto-Gesamtumsatz erreichte 587 Mio. Euro. Zur Gruppe gehören die Warsteiner Brauerei Haus Cramer KG, die Paderborner Brauerei Haus Cramer KG, die Miller Brands Germany GmbH, die König Ludwig GmbH & Co. KG Schloßbrauerei Kaltenberg sowie Brauereien im Ausland. National wurden 3,91 Mio. Hektoliter abgesetzt, ein Rückgang um 8,9 %. Der Export belief sich auf 737.000 Hektoliter (plus 7,6 %). Der Gruppen-Gesamtabsatz lag bei 7,03 Mio. Hektolitern. Ziel bleibt, die Premiumführerschaft der Marke Warsteiner auszubauen.

Laut Albert Cramer werde man weder die Fehler der ehedem großen Biermarken aus München, Frankfurt, Dortmund und Berlin machen und Richtung Konsumbier abdriften, noch werde man das Premiumsegment internationalen Bieren oder einer sich in ausländischer Hand befindlichen Marke überlassen. In diesem Sinne sei man auch bereit, kurzfristig Hektoliterverluste hinzunehmen. Neben der Kooperation mit der niederländischen Royal Grolsch wurden mit der Efes-Getränkegruppe in Russland und der Mauritius Breweries Limited (MBL) Partner gefunden, die in Kompetenz und Anspruch optimal passen. Durch Lizenzvergaben an Efes und MBL strebt Warsteiner eine Expansion im Osten an. Daneben wolle man in der Region des Indischen Ozeans neue Märkte erschließen.