Westfalen AG

Innovative Ideen

UMAG 4 • 2001 | Die Westfalen AG, Münster, gehört mit ihrer Marke Westfalen-Gas zu den führenden deutschen Flüssiggasversorgern. Zum Jahreswechsel wurden sämtliche Geschäftsanteile der caratgas Flüssiggas-Versorgungs-GmbH in Wuppertal übernommen, die seit 1983 gemeinsam mit der Deutschen Shell GmbH, Hamburg, betrieben wurde. Hintergrund des Gesellschafterwechsels ist eine Neuordnung des Flüssiggas-Endverbrauchergeschäfts bei Shell. Durch die Übernahme erhöht sich der Flüssiggas-Umsatz der Westfalen-Gruppe um rund 44 Mio. DM pro Jahr. Synergien werden im Vertrieb, in der Verwaltung und in der Logistik gesehen. Einschließlich der caratgas-Belegschaft beschäftigt die Westfalen-Grup­pe damit fast 1.200 Mitarbeiter. Über das Flüssiggasgeschäft hinaus ist das von Wolfgang Fritsch-Albert geleitete Unternehmen in den Geschäftsbereichen Industriegase und Kälte sowie Tankstellen tätig. Mit den Tochtergesellschaften in Belgien, Frankreich und den Niederlanden wurde im ver­gan­genen Jahr ein Umsatz von über 550 Mio. Euro erzielt.

Technische Gase aller Art werden seit 1923 produziert. Zum Programm gehören diverse Sondergase für die Analytik sowie Rezeptur- und Fertigarzneimittel gemäß Herstellererlaubnis oder Standardzulassung. Druckdosen für Reinstgase und Gasgemische mit einem geometrischen Volumen von einem Liter und maximalem Fülldruck von zwölf bar berücksichtigen die fortschreitenden Miniaturisierung der Messgeräte im analytischen Labor und in der Messtechnik. Vorteile liegen in der Bereitstellung kleiner Bedarfsmengen an Betriebs- und Referenzgasen. Zudem werden mobile Einsätze bei einfacher, sicherer Handhabung erleichtert. Das komplette Programm kann auch via Internet über einen elektronischen Marktplatz („www.eLabsEurope.com“) für Laborbedarf bestellt werden. Des weiteren bietet die Westfalen AG eine breite Palette an Gasen für den Einsatz in Analytik und Diagnose an. Dazu gehören Sondergase (wie Labor- und Betriebsgase, Reinstgase, Gasgemische und Prüfgase).

Nach Agip, Aral, Elf, Total und Fina akzeptieren jetzt auch alle deutschen 1.000 BP-Tankstellen die Service Card der Westfalen AG als bargeldloses Zahlungsmittel. Im Gegenzug wird die BPplus-Card an sämtlichen Westfalen-Tankstellen akzeptiert. Bundesweit gibt es damit jetzt 5.200 Partnerstationen. Die Westfalen AG betreibt unter ihrer eigenen Marke 176 Tankstellen zwischen der Nordseeküste und dem Siegerland, der deutsch-niederländischen Grenze und dem Hannoveraner Raum. Insgesamt werden inzwischen rund 35 % der Zahlungen an Tankstellen über Karten aller Art abgewickelt. Zur steigenden Bedeutung des Plastikgeldes tragen die von Transportunternehmen und betrieblichen Fuhrparks genutzten Flotten- und Truckerkarten überproportional bei.

Die aktuellen Kraftstoffpreise der Westfalen-Tankstellen sind automatisch spätestens 30 Minuten nach Änderung über das Internet abrufbar (»www.westfalen-ag.de«). Zugleich wird auch über Öffnungszeiten, Kartenakzeptanz und Leistungsspektrum infor­miert. Nach Aral und BP bietet die Westfalen AG als erste kleinere Tankstellenmarke die­sen Service. Die Stationen können ortsalphabetisch oder über eine interaktive Landkarte (»clickable map«) aufgerufen werden.

www.westfalen-ag.de