Statement: Dr. Helmut Hengstenberg

 

Dr. Helmut Hengstenberg
Rich. Hengstenberg GmbH & Co., Esslingen

Die »Junge Wirtschaft« war das Blatt der Jungen Unternehmer und es gab sie neben der »Aussprache«, der Zeitschrift der ASU. Selbstverständlich mussten wir ein eigenes Blatt haben, denn von den »Alten« fühlten wir uns nicht vertreten und verstanden.

In den 60er Jahren lag die Gründung der »Jungen Wirtschaft«  bereits einige Jahre zurück, man war etabliert, hatte feste Abnehmer, einen professionellen Chefredakteur, Wolfgang Schröder, und der Zeitungsausschuss war ein illustres Gremium, das sich monatlich an einem Samstag in Frankfurt traf, um Themen zu diskutieren, Autoren vorzuschlagen und dem Chefredakteur gute Ratschläge zu geben.

Gegen die Monopole und für mehr Wettbewerb, ja zum Betriebsrat und nein zur Mitbestimmung, Abbau von Bürokratie, Kampf gegen Subventionen und Steuerdschungel, Eigentum für Alle – das waren die Themen. Viel Text war in den Heften, wenig Bilder, wenig Unterstützung für die regionalen Arbeitskreise.

Was war eigentlich jung an der »Jungen Wirtschaft«?  Vollkommen  überzeugt waren wir von der Richtigkeit unseres Wegs, die Soziale Marktwirtschaft zu perfektionieren. Reformfreudigkeit, Offenheit, Marktbezogenheit – damit konnten Junge Unternehmer und »Junge Wirtschaft« Glaubwürdigkeit erringen und sich von den Etablierten absetzen. Das tun die heute Jungen immer noch!